Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Architectur. ſtoſſen, und der ſo darüber oder darauf
zu liegen kommt, über die Fuge hinüber
bindet.

47.1.

2. Die
derbunde-
ne.

Dieſe Art Mauer wird von einigen un-
gewiβ genannt, aber übel, weil ſie im Vi-
truvio leſen incerta an ſtatt inſerta. Die
Maurer einiger Drten heiſſen ſie gebunde-
ne, ſie iſt nicht ſo ſchön, aber beſſer als
die geſtrickte oder auf Netß-Art gemachte,
ſiehe Fig. BB. I. Rupffers.

Das Mauerwerk, ſo Vitruvius den
Griechen ſonderlich zueignet, iſt das, wo
zween Stein zuſammen ſtoſſen, und ein
Haupt machen. Sie legen einen Binder
darauf, der ganz durchgehet, und die zwed
Häupter ausmachen und auch zugleich
binden, und ſo fort continuiren. Man
könnte dieſes eine doppelte Verbindung
nennen, weil dieſe Art nicht allein auſſen,
wegen der Binder, ſondern auch inwen-
dig bindet. Siehe Fig. CC. I. Kupf-
fers.

47.1.

3. Die
Griechi-
ſche.

Die Manier mit Steinen gleicher
Höhe zu mauren, ſo die Alten Iſodomum
genennet haben, differirt in nichts mit den
verbundenen, ausgenommen, daβ die Stei-
ne in dieſer nicht gehauen ſind. Siehe
Fig. D. I. Kupffers.

47.1.

4. Die
Mauer wo
die Steine
gleiche
Höhe ha-
ben.

Die andere Manier, wo die Steine
ungleiche Höde haben, Pſeudiſodomum
genannt, iſt auch von ungehauenen Stei-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer