Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Architectur. Erlenholz, auch der Oelbaum-oder Ei-
chenhulz ſo ein wenig gebrannt, am beſten. Dann wird er mit dem Initrument oder
Hoye wohleingetrieben, und der Zwiſchen-
raum mit Kohlen ausgefüllet.

46.1.

2. Veſt-
machung.

Dann bauet man mit denen beſten
Steinen, die man haben kan, darauf.

46.1.

3. Das
Mauer-
werl.

Die Fugen der Steine in dem Funda-
ment groſſer Gebäude dauerhafter zu ma-
chen, nimmt man Piloris von Oelbaum,
gebrannt und von einem Haupte biβ zum
andern recht nahe aneinander geſetzt; ſo
ſtatt der Schluβ oder Schlieſſe dienen; und das ganze Werk zuſammen halten. Das Holz, welches alſo zubereitet wird,
verfaulet und verdirbt nicht; es gehe auch
zu, wie es wolle, und kan ewig dau-
ren, ſo wohl in der Erde, als auch im
Waſſer.

Wann man Keller machen will, muβ
das Fundament viel breiter oder dicker
ſeyn, damit die Mauer die Erde, ſo auſ-
ſenher darwider liegt, und im Winter
ſehr trucknet und ſchiebet, halten kan; weil ſich die Erde zu dieſer Zeit aufblehet
und ſchwerer wird, und diβ darum, weil
zu dieſer Zeit ſich gemeiniglich viel Waſſer
in den Boden einziehet.

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