Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Architectur. ſchädiget, in die Fundamenter verarbei-
te: Dieſe aber, ſo gut verbleiben, in das
Haupt der Mauer auſſer dem Boden
ſetze.

45.1.

I. Die
Steine zu
derwen-
den.

Man muβ ſich mit dem Holz, ſo zum
bauen wohl gebraucht werden ſoll, wohl
vorſehen. Dann ſolches zur rechten Zeit
und guten Wetter zu fallen, welches die
Herbſt-oder Winter-Zeit iſt, wo die
Feuchte, ſo die Force und Kräffte, als
der Bäumen Widerhalt ſind, am beſten
conditionirt iſt; und wo das Holz nicht
mit einer überflüβigen Feuchte angefüllet,
wovon das Holz geſchwächet wird, ſon-
dern durch die Kälte beveſtiger und zu-
ſammen gezogen worden iſt. Dann es
iſt mahr, daß die Väume ſo in der Ge-
ſchwindigkeit aufwachſen und ſehr groβ
werden, weich und don einer überflüßi-
gen Feuchtigkeit ſind, dahero ſie letcht
brechen und zum bauen wenig taugen; wie ſolches die Erfahrung an den Dan-
nen-Baumen, Supernates genannt, zeiget. Dieſe Bäume wachſen in Italien jenſeits
des Appenniniſchen Gebürgs gegen dem
Adriatiſchen Meer. Dieſe Väume ſind
groβ und ſchön, ſind aber ohntauglich zum
bauen: an ſtatt daβ die, ſo auf der an-
dern Ceite des Bergs wachſen, und der
Hitze und Truckne ſo Infernates genannt,

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