Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Vitruvii tigkeit, ſich gerne biegen; ſie haben aber
dieſen Bortheil, daß die Würmer megen
ihrer Feuchtigkeit nicht hinein kommen.

44.1.

Fichten.
Cppreſſen.

Der Wachholder und der Cederhaum
haben ebenmäßige Rrafft, daß ſie der
Fäulung nicht untermorffen ſind + der
Wachholder megen des Gummi, ſo mie
ein Sandarac iſt, und der Cederbaum me-
gen des Oels, ſo man Cedrium nennet.

44.1.

Wachhol-
der, und
Eeder
baum.

Der Larir hat eine gleiche Rraſft, ſei-
ne abſonderliche Eigenſchafft aber iſt, daß
er dem Feuer nicht untermorffen iſt, mel-
ches ſo zu derſtehen, daß er nicht brennet
in dem Feuer. Die Hiſtorie erzehlet ei-
ne denkmürdige Sache don dieſem Holz. Cæſar belagerte ein Schloß am Fuß des
Alpiſchen Gebürgs, und dieſes Schloß
hatte einen Thurn, ſo die Haupt-Defen-
ſion dieſes Schloſſes, und don eben dem
Holz derſertiget mar; Cæſar glaubte die-
ſes Schloß ganz leicht zu überkommen,
indeme er ein groſſes Feuer an dieſen
Thurn machen ließ; als nun alles Holz,
ſo der Cæſar anlegen lieſſe; derbrannt
mar, hat man mahr genommen, daß der
Thurn ganz unbeſchädiget derblieben.

44.1.

Der La-
rir.

Der Oelbaum iſt auch ſehr dienlich
ſo mohl in die Fundamente, als in die
Stadtmauern zu legen: dann dieſes Holz,
menn es in etmas gebrannt, und mit in
die Mauren eingelegt, dienet treflich, ſtatt

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