Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Das Holz, ſo zum bauen gebraucht
mird, iſt Eichen, Buchen, Papelbaum,
Ulmen, Eypreſſen, Tannen; es iſt aber
immer eines beſſer, als das andere.

44.1.

3. Holz
deſſen dies
lerley ge-
brauchet
miro.
Die Tana
ne.

Die Tanne, meil ſie viel Feuer und
Lufft hat, aber menig Erde und Waſſer,
iſt leicht, bieget ſich nicht leichtlich, iſt
aber den Würmern und Feuer untermorſ-
fen.

Die Eiche, ſo mehr irdiſch, dauret in
dem Boden emig, auſſer dem Boden aber
mirfft ſie ſich und ſpaltet.

44.1.

DieEiche.

Der Buchbaum, ſo menig irdiſch, und
menig Feuchtung und Feuer hat, aber
viel Lufft, iſt nicht deſt und bricht leicht-
lich.

44.1.

DieBuche.

Der Pappelbaum, Linden und Wei-
den ſind nichts nuß, als zu leichten Sa-
chen; ſind leicht zu arbeiten und gut für
die Bildhauer.

44.1.

Pappel-
baum.

Die Erle iſt gut zu Piloten und in mo-
raſtigen Orten.

44.1.

Erle.

Der Ulmen und Eſchenbaum haben die-
ſe Eigenſchafft, daß ſie nicht bald zer-
ſpringen, ſind auch nicht ſo gar ſtarr und
unbiegſam.

Die Weisbuche, iſt veſt und auch zu
biegen, deromegen machten die Alten
Ochſen, Ioch daraus.

44.1.

Weisbu
chen.

Man hält dafür daß die Fichte, mie auch
die Gypreſſen, megenihrer groſſen Feuch-

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