Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Vitruvii aber, wenn man Gallerien oder bedeckte
Gänge macht, ſo Eckſäulen haben. Denn
die mittlern Säulen ſollen ein Fünſtheil
dünner, als die Eckſäulen ſeyn.

57.1.

3. Die Ver-
jüngerung
der Säulen
gegen einer
andern,
nemlich
An den
Säulen
deszweyl
ten Ordens
gegen dem
erſten.
An der
Mittlern
gegen den
Eckſäulen.

Die Aushöhlungen ſind Vertiefungen
als wie halbe Canäle, die von oben der
Säulen abwärts gehen; ſie ſtellten die
Falten der Weiber - Röck vor, worzu die
Säulen die Vorſtellung waren.

57.1.

4. DieAus-
höhlung
oder Canä-
lirung der
Säulen iſt
drenerlen,
als:

Es gibt dreyerley Aushöhlungen. Die
zwey erſten ſind dem Doriſchen Orden ge-
mein: die dritte aber dem Ioniſchen, Co-
rinthiſchen und Compoſito. Die zwey er-
ſten ſind ſimpler, und werden auch nicht in
ſo groſſer Anzahl, wie die andern gemacht.

Die Simpleſten ſind dieſe, ſo nicht hohl
ſind, und ſind nur wie ein Band.

57.1.

1. Die platt
ſino.

Die andere hat einige Höhlung aber
ſehr ſeicht: dieſe Aushöhlung zu machen,
macht man ein Quadrat nach der Breite
dieſer Aushöhlung, indem man den einen
Fuß des Zirkels in die Witte dieſes Qua-
drats ſeßet, und ſchreibe mit dem andern ei-
ne krumme Linie, ſo don einem Eck die Aus-
höhlung zur andern gehet. Eine ſo wohl
als die andere dieſer Canälirung werden
zwanzig an der Zahl.

57.1.

2. Die ſo
nur ein me-
nig hohl
ſind.

An den andern Orden haben ſie dier und
zwanzig, auch zuweilen zwey und dreyßig,

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