Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Vom elektriſchen Funken. Oberfläche, ſo erhält man aus ihm ſtärkere und längere
Funken, als aus einem kleinern. Man hat dies ſo weit
getrieben, daß die aus dem Conductor erhaltenen Funken
den Schlägen aus einer ziemlich großen Flaſche gleich ge-
weſen ſind.

Das Moment oder die Stärke der elektriſchen Ma-
terie ſcheint von dem Drucke der Atmoſphäre auf dieſelbe,
und von dem Drucke ihrer Theile ſelbſt gegen einander
abzuhängen, welcher ſehr groß ſeyn muß, wenn ſich ihre
Theile berühren, oder durch den unermeßlich weiten Raum
unmittelbar auf einander wirken.

Wenn die Elektricität ſchwach und nicht vermögend
iſt, bis auf eine große Weite zu ſchlagen, ſo iſt der Funken
geradlinicht; iſt ſie hingegen ſtark, und ſchlägt ſie auf eine
größere Weite, ſo nimmt er ſeine Richtung im Zikzak; und dies wahrſcheinlich darum, weil die @lüß@gere elektri-
ſche Materie ſehr ſchnell durch die dichtere und weniger
flüßige Atmoſphäre durchgehen muß, wobey beyde auf
einander wirken.

Man wird aus ſehr vielen Verſuchen ſehen, daß ſich
die elektriſche Materie zerſtreuer, wofern ihr nicht der
Druck der Atmoſphäre widerſtehet, der den Funken in
eine Maſſe zuſammenhält, und dadurch ſeine Stärke und
ſeinen Glanz vermehret. Der in der Luft ausbrechende
Funken iſt lebhaft und dem Blitze ähnlich; ſtellt man
aber den Verſuch im luftleeren Raume an, ſo erhält man
ſtatt des Funkens und der Exploſion bloß ein ſtilles, ſchwa-
ches und ſeines Ausſtrömen.

Beccaria ſagt, die Luft widerſtehe dem elektriſchen
Funken im Verhältniß ihrer Dichte, und der Dicke der
Schicht, die ſie dem Funken entgegenſetzt, oder der Länge
des Weges, den ſie dem Funken durch ihre Subſtanz öf-
net. Er zeigt auch durch viele Verſuche, daß die Luft von
der elektriſchen Materie nach allen Richtungen ausgetrie-
ben wird, mit einer Gewalt, deren Wirtung nicht ſo-
gleich aufhöret.

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