Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Zweytes Capitel. ten dieſer Art das brauchbarſte iſt, theils um den Grad
der Elektricität eines Körpers zu meſſen, theils die Stärke
der Ladung vor der Erploſion zu beſtimmen, theils auch
den Zeitpunkt genau zu bemerken, in welchem ſich die
Elektricität einer Flaſche verändert, wenn ſie ohne Explo-
ſion entladen wird, indem man ihr eine gewiſſe Quantität
von der entgegengeſetzten Elektricität mittheilet. Die
Säule L M wird insgemein von Holz, der graduirte Bo-
gen N O P von Elfenb@in, der Stab R S aber von ſehr
leichtem Holze mit einer Holundermarkkugel am Ende, ge-
macht; der letztere dreht ſich um den Mittelpunkt des
Halbkreiſes ſo, daß er allezeit nahe an der Oberfläche
deſſelben bleibt; das Ende der Säule L M kann entweder
an den Conductor oder an den Knopf einer Flaſche ange-
paſſet werden. Wenn der Apparatus elektriſirt iſt, ſo
wird der Stab von der Säule zurückgeſtoſſen, bewegt ſich
längſt am getheilten Bogen des Halbkreiſes hin, und be-
zeichnet den Grad, bis auf welchen der Conductor elektri-
ſiret, oder bis auf welchen die Ladung der Flaſche geſtie-
gen iſt.

Beccaria räth an, den Zeiger zwiſchen zween Halb-
kreiſen zu befeſtigen, weil er, wenn er nur an einem ein-
zigen Halbkreiſe gehe, von der Elektricität deſſelben zurück-
geſtoßen werde, und ſich nicht frey bewegen könne. Noch
andere Verbeſſerungen und Veränderungen dieſes Inſtru-
ments werden wir unten beſchreiben.

Taf. II. Fig. 9 iſt ein ſchon vor vielen Jahren von
Herrn Townſhend erfundenes Elektrometer, um die
jedesmalige Stärke der elektriſchen Exploſion zu meſſen. a b iſt eine kleine elfenbeinerne Platte, c ein locker geſtell-
ter elſenbeinerner Kegel, der auf die Platte a b geſetzt
wird; e f g eine runde Scheibe, welche ſich ganz frey in
zwoen Spitzen drehen kan; aus dieſer Scheibe geht der
hölzerne Arm d hervor, und liegt auf dem elfenbeinernen
Kegel c auf. Man läßt den entladenden Schlag unter
@em Kegel durchgehen, ſo daß er den Arm d in die Höhe

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