Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Zweytes Capitel. bloß an die Stellen geſtrichen, welche von der weißen Far-
be bezeichnet ſind.

Beyde Methoden führen zum Zweck. Wählt man
die erſte, ſo darf man kein Amalgama auf das Küſſen
ſtreichen; das auf den Cylinder geriebene und von demſel-
ben beym Umdrehen auf das Küſſen abgeſetzte, iſt ſchon
hinreichend, eine erſtaunliche Menge elektriſche Materie
hervorzubringen. Wenn man den Cylinder mit dem
amalgamirten Leder reiben will, ſo muß man das Stück
Wachstaffet oder ſchwarzen Taffet, welches über dem
Küſſen liegt, zurückſchlagen, und wenn zufälliger Weiſe
einige Theilchen Amalgama daran kleben, dieſelben ſorg-
fältig abwiſchen,

Wenn die Elektricität des Cylinders ſchwächer wer-
den will, ſo kann man ſie leicht von neuem verſtärken,
wenn man den darüber liegenden Taffet zurückſchlägt, und
dann den Cylinder mit dem amalgamirten Leder reibt.

Ein wenig Unſchlitt über das Amalgama geſtrichen,
verſtärkt, wie man gefunden hat, das elektriſche Vermö-
gen des Cylinders.

22. 8. Verſuch.

Wenn der Cylinder ſtark in Wirkung geſetzt iſt, ſo
geht eine Menge runder leuchtender Stralen aus dem
Küſſen; hält man aber eine Reihe metalliſcher Spitzen
dagegen, ſo verſchwinden ſie wieder. Die leitende Sub-
ſtanz des Metalls ſaugt die elektriſche Materie ein, noch
ehe ſie die Geſtalt dieſer Stralen annehmen, oder ſich in
die Luft zerſtreuen kann.

Wir ſehen hieraus, daß man, um den Verluſt der
erregten elektriſchen Materie zu verhüten, die Luft abhal-
ten müſſe, auf die Materie zu wirken, welche durch die
Erregung in Bewegung geſetzt wird. Denn die Luft wi-
derſteht nicht allein dem Ausgange der elektriſchen Mate-
rie, ſondern ſie zerſtreut auch die geſammlete Materie wie-

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