Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

272. Verſuch
über den
Magnetiſmus.

Die Erſcheinungen des Magnets haben zwar ſchon
ſeit vielen Jahrhunderten, nicht allein wegen ihrer
beſondern Wichtigkeit, ſondern auch wegen der Dunkel-
heit, in welche ſie verhüllt ſind, die Aufmerkſamkeit der
Naturforſcher auf ſich gezogen; aber dennoch iſt zu den
Entdeckungen der erſten Unterſucher dieſer Materie ſehr
wenig hinzugeſetzt worden. Alle Kräfte des Genies, wel-
che man bisher zu Betreibung dieſes Gegenſtandes aufge-
boten hat, ſind nicht vermögend geweſen, eine Hypotheſe
aufzubringen, welche alle die mannichfaltigen Eigenſchaf-
ten des Magnets auf eine leichte und genugthuende Art
zu erklären im Stande wäre, oder die Glieder der Kette
angäbe, durch welche dieſe merkwürdigen Erſcheinungen mit
den übrigen Phänomenen der Natur zuſammenhängen.

Aus den Schriften des Plato und Ariſtoteles
erhellet, daß ſchon die Alten die anziehenden und zurück-
ſtoßenden Kräfte des Magnets gekannt haben: man fin-
det aber nicht, daß ihnen die Richtung deſſelben nach dem
Pole oder der Gebrauch des Compaſſes bekannt geweſen
wäre. Da ſie noch nicht mit der gehörigen Methode, die
Natur zu unterſuchen, bekannt waren, und ſich bloß mit
den in die Augen fallenden Beobachtungen befriedigten, ſo
waren ihre Kenntniſſe der Natur in ſehr enge Grenzen
eingeſchloſſen, und brachten der menſchlichen Geſellſchaft
keine großen Vortheile. Die neuern Naturforſcher hin-
gegen, welche die Beobachtungen mit Verſuchen ver-
banden, erweiterten gar bald die Grenzen dieſer Wiſſen-
ſchaft, und entdeckten die Polarität des Magnets, eine
Eigenſchaft, auf welcher gewiſſermaßen die ganze Schiff-
fahrt und die Seele der Handlung beruht.

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