Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Vermiſchte Verſuche. kannten Grad von Elektricität hat, die letzte aber, indem
ſie die erſte berührt, ihr einen gegebnen Grad von Elek-
tricität raubet; ſo beſtimmt dieſer Verluſt die Leichtigkeit,
mit welcher der berührende Körper die elektriſche Materie
annimmt. Außer der Geſtalt und dem Volumen dieſer
Subſtanz, macht auch die Zeit, durch welche beyde Kör-
per in Berührung bleiben, eine Veränderung in der
Quantität, welche aus der elektriſirten Subſtanz über-
geht; ſo daß unter übrigens gleichen Umſtänden, die Fä-
higkeit der Körper, andere ihrer Elektricität zu berauben,
oder mit andern Worten, die elektriſche Materie fortzulei-
ten, ſich umgekehrt verhält, wie die Zeit, welche nöthig
iſt, um den Körpern einen gleichen Grad von Elektricität
zu entziehen.

Das Fig. 95 vorgeſtellte Werkzeug iſt auf dieſe
Grundſätze gebaut, und es kann dadurch die Menge von
Elektricität, welche ein Körper in einer gegebnen Zeit
verliert, wenn er von einem andern berührt wird, genau
beſtimmt werden. A B iſt eine ſehr empfindliche Wage; am Ende jedes Arms befindet ſich eine ſehr leichte küpfer-
ne Kugel; C F D iſt ein getheilter Halbkreis, an die Un-
terlage befeſtiget, auf welcher die Are der Wage ruhet; die Grade können durch eine Nadel, oder durch die Arme
der Wage ſelbſt gezeigt werden; die Unterlage iſt an einer
meſſingenen Haube feſt, welche auf die Glasſäule G G ge-
küttet iſt; dieſe Glasſäule ſteht auf dem Brete Q R S T,
und iſt wenigſtens 18 Zoll hoch. U iſt eine leidner Fla-
ſche; an den mit der innern Belegung verbundenen Drath
Z Z ſind drey horizontale Dräthe V Z, X Z, Y Z befeſti-
get, und deren Enden mit hohlen meſſingenen Kugeln
verſehen; die Flaſche U iſt ſo auf das Bret befeſtiget, daß
bey horizontaler Stellung der Wage, die Kugeln B und X
einander berühren, wie dies in der Figur vorgeſtellt wird.

K N iſt ein metallener Hebel, der ſich bey I ſo um
eine Are bewegt, daß er ſich frey in der Verticalfläche
drehen kann, welche durch den Stab V X geht; er wird

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