Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Vom Elektrophor. eine glättere und ebnere Oberfläche annimmt: daher die
Metallplatte beſſer anpaſſet.

Mit eben ſo vielem Vortheile kann man jede Sorte
von Platten, mit Wachstuch, Wachstaffet, Sattin, oder
einem andern nicht allzuſtarken ſeidnen Stoff überzogen,
gebrauchen, wenn ſie vorher ein wenig erwärmt wird. Seidne Zeuge ſind zu dieſer Abſicht beſſer, als baumwol-
lene oder wollene, und beyde beſſer als leinene. Papier,
Leder, Holz, Elfenbein, Knochen, und alle Arten von
unvollkommnen Leitern kan man in gewiſſem Grade dazu
geſchickt machen, wenn man ſie vorher trocknet, und wäh-
rend des Verſuchs warm erhält.

Noch einfacher wird der Apparatus, wenn man die
Seide a. an die obere Metallplatte mit dem gläſernen
Handgriffe anbringt, wobey die Marmorplatte oder die
untere unnöthig wird, indem man an ihrer Statt jede
Fläche gebrauchen kann, z. B. eine gemeine hölzerne oder
Marmortafel, wenn ſie auch nicht ganz trocken iſt, eine
Metallplatte, ein Buch, oder jeden Leiter, der eine ebne
Oberfläche hat.

Es wird überhaupt zu dieſen Verſuchen nichts weiter
erfordert, als daß die Elektricität, welche aus der einen
Fläche in die andere übergehen will, in der einen Fläche
einigen Widerſtand finde, wie man im folgenden deutlich
ſehen wird.

Daher iſt es gleichgültig, ob die nicht-leitende oder
halb-leitende Schicht auf der einen oder auf der ander@
Fläche liegt; nur dies iſt nothwendig, daß beyde auf ein-
ander paſſen; daher es ſehr bequem iſt, zwo aneinander
geſchliffene Flächen zu gebrauchen, wovon die eine über-
firnißt iſt. Zu den gewöhnlichen Verſuchen kann man
auch eine einzelne mit Seide überzogene Metallplatte mit
drey ſeidnen Schnüren, mit welchen ſie ſich aufheben läßt,
gebrauchen.

Um nun von dieſem Apparatus Gebrauch zu ma-
chen, ſtellt man die obere Metallplatte auf die un-

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