Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Vom Elektrophor. wenn dieſelbe einen Theil ihrer Elektricität abgegeben oder
neue angenommen hat.

191. 161. Verſuch.

Man befeſtige ein meſſingenes Stäbchen mit herab-
hängenden Korkkugeln an die Metallplatte, und ſtelle bey-
des zuſammen auf den Elektrophor, ſo werden die Ku-
geln ſogleich ein wenig auseinander gehen; man berühre
die obere Platte mit dem Finger, ſo werden ſie wieder zu-
ſammenfallen; wenn man aber dieſe Platte mit ihrem glä-
ſernen Handgrif von dem Elektrophor aufhebt, ſo gehen
die Kugeln ſehr ſtark, und unter einem großen Winkel,
auseinander; zieht man aber einen Funken heraus, ſo fal-
len ſie ſogleich zuſammen. Das Auseinandergehen der
Kugeln zeigt deutlich, daß die obere Platte der untern
Elektricität entziehet, oder etwas von ihrem natürlichen
Vorrathe mittheilet; es zeigt auch, daß die erſtere, ſobald
ſie auf den Elektrophor gelegt wird, einen geringen Grad
von Elektricität erhält, den ſie wieder verliert, wenn ſie
mit dem Finger berührt wird; ſie wird aber aufs neue
elektriſirt, wenn man ſie von dem Elektrophor trennt.

192. 162. Verſuch.

Man iſolire einen Elektrophor, und hänge eine Kork-
kugel an einem leinenen Faden ſo auf, daß ſie ohngefähr
{1/4} Zoll von einem mit der untern Platte verbundenen Stück
Metall abſteht. Die Kugel bewegt ſich nicht, wenn die
obere Platte auf den Elektrophor gelegt wird; wenn man
aber dieſelbe mit dem Finger berührt, ſo wird die Kugel
angezogen. Sobald die obere Platte weggenommen wird,
ſo zieht die untere metalliſche Belegung die Kugel an, läßt
ſie aber wieder gehen, wenn man die Belegung mit dem
Finger berührt. Auch wird die Kugel angezogen, wenn
man die obere Platte aufſetzt, ehe der Funken aus derſel-
ben gezogen iſt, obgleich das Anziehen länger dauert und

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