Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Achtes Capitel. u. ſ. w. zu ihm komme. Mittlerweile wird der Verluſt,
den a leidet, von b erſetzt, b erhält wiederum Materie
von c u. ſ. w. Zwar iſt es, wenn wir blos auf die Rich-
tung der Materie ſehen, immer nur ein einziger Strom, der
an beyden Enden zugleich entſteht, und ſich in eben den-
ſelben Zeitmomenten fortbewegt; obgleich derſelbe, wenn
man ſich genauer ausdrücken will, aus zween in einen ver-
einigten Strömen beſteht. Wenn die auſſerordentliche
Geſchwindigkeit, mit welcher die Materie fortgeht, uns
nicht verhinderte, die Zeitfolge der Erſchütterungen bey den
verſchiedenen Perſonen, welche die Kette machen, zu be-
merken, ſo würden wir finden, daß dieſe Erſchütterungen
nicht in der Ordnung o, n, l, m fortgehen, ſondern
daß ſie zu gleicher Zeit, zuerſt an den beyden Enden o und
a, dann bey n und b, hierauf bey m und c u. ſ. f. gefühlt
werden, und immer mehr nach dem Mittel der Kette zu
gehen. Dem zu folge fühlen bey einer kleinen Flaſche die-
jenigen, welche am weitſten von den Enden abſtehen, den
Schlag deſto ſchwächer, je länger die gemachte Verbin-
dung iſt.

Um dieſe Erklärung deutlicher zu machen, trenne
man die Kette, und mache auf einem trocknen Boden zwo
Reihen, a, b, c, d — e, f, g, h, welche in der
Mitte unterbrochen ſind; d berühre die Flaſche an der
äußern Seite, und e errege den Schlag durch Berührung
des Knopfs. Wenn nun die elektriſche Materie den kür-
zeſten Weg nehmen ſollte, um in die äußere negative Flä-
che zu gelangen, ſo müßte ſie in den Fuß der Perſon e her-
ab, über den Boden in den Fuß von d, und durch des
letztern Körper in die äußere Seite kommen, ohne auf f,
g, h zu wirken, welche alsdann ganz außer der Verbin-
dung ſtehen würden. Allein ſie geht, dieſer Voraus-
ſetzung ganz entgegen, aus dieſem geraden Wege heraus,
und folgt der Ordnung der leitenden Perſonen, die ihr
einen ſchicklichen Leitfaden giebt, um durch einen andern
Weg in die äußere Seite zu kom@en. Die von der in-

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