Volltext : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

Neue  Vorrede.
behauptete  er  unter  den  Verehrern
Leibnitzens  auser  Streit  den  ersten
Rang:  und  es  sind  eben  zwanzig  Jahre, ¬
  daß  er  uns  diese  Schriften  in  einer
teutschen  Ubersetzung  an  das  Licht  gestellet. =
  Er  besaß  alle  Vortheile,  die
zur  glücklichen  Ausführung  solch  eines
wichtigen  Unternehmens  erfodert  wurden. =
  Jn  Halle  hatte  er  den  grosen
Germaniens,  dessen  WeltLehrer =

weisheit  ein  Schlüssel  zu  diesen  GeBey =

heimnissen  ist,  selbst  gehoret.
in
seinem  zweyjährigen  AAufenthalt
Wien  genoß  er  das  seltene  Glück,  daß
ihm  der  grosmuͤtige  Leibnitz  einen  öfteren ¬
  und  fast  taͤglichen  Zutrift  verstattete.
Seine  eigene  Schriften  zeugen  endlich
von  seiner  rühmlichen  Stärke,  von  seiner ¬
  Scharffinnigkeit,  und  von  seinem
Geschmack:  und  so  war  er  für  andern
in  dem  Stande,  sich  in  die  Tiefe  der
Leibnitzischen  Gedanken  hineinzuwagen, ¬
  und  uns  eine  Ubersetzung  zu  liefern, =
  die  den  Sinn  dieses  Philosophen
ausdrückte.  Er  gab  auch  dieselbe  in
dem  Jahre  1720.  den  Teutschen  in  zwoen =
  besondern  Schriften  in  die  Hände.
Die  erstere  kam  um  Ostern  zum  Vorschein, =

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