Volltext : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

52  Von  Leibnitz  lezte  Verthaidigung
wohl  eine  blinde  Kraft,  zu  Folge  eiBsle ¬

nes  dreysig  oder  vierzig  Jahre  vorher
mitgetheilten,  nachher  niemahls  erneuerten,
endlich  ihr  allein  völlig  überlassenen  Eindrucks,
eine  so  geschickte  Veränderung  annehmen:  ohne =
  daß  sie  temahls  von  dem,  was  ihr  zu  thun
auferleget  wird,  einige  Wissenschaft  hätteJst =
  dieses  nicht  weit  unbegreiflicher,  als  die
Schiffahrt,  wovon  wir  in  dem  vorhergehenden =
  Spho  geredet  haben.  (h)
III.  Die
genommen  habe.  Er  bildet  sich  ein,  man  legte
dem  Schiffe  oder  dem  menschlichen  Körper  eine
ich  weis  nicht  was  für,  geheime  Kraft  bey,
so  ihn  geschickt  machte,  daß  er  sich  nach  den
vorkommenden  Zufällen,  oder  nach  den  Gedanken =
  richtete:  ohne  däß  er  hiervon  einige  Erkänntniß =
  hätte;  und  ohne  daß  nian  auch  diesfals  einen =
  verständlichen  Grund  geben  könte.  Er  hatgrose =
  und  wichtige  Ursachen,  eine  Kraft  von  der
Art  als  etwas  schlechterdings  unmögliches  zu  verwerfen: =
  hieran  aber  hat  man  niemahls  gedacht.
Das  automatum,  welches  den  Diener  vorstellen
soll,  würde  nur  einer  Strüktur  vonnöthen  haben, =
  welche  verursachte,  daß  es  seine  Dienste,
vermöge  der  mechanischen  Regeln,  thäte.  Es
würde  sich  auf  keine  Art  verändern,  um  sich
nach  den  Gedanken  und  Einfällen  seines  Herrn
zu  bequemen.  Das  automatum  würde  vielmehr
seinen  ordentlichen  Gang  beobachten,  und  eben
hierdurch  mit  dem  Willen  desjenigen,  zu  dessen
Dienste  der  Künstler  es  hat  machen  wollen  /  auf
das  genaueste  übereintreffen.
b)  Man  siehet  immer  mehr  und  mehr,  daß  der  gelehrte ¬
  Herr  Bayle  meine  Gedanken  nicht  wohl
gefas¬
            
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