Volltext : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

seiner  Harmönie  wider  Baylen.
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daß  die  Regel,  nachwelcher  die  Kraft
Bayle
des  Körpers  eines  Julius  Cäsar  diese  Bewegungen =
  und  Handlungen  hervorbringen  mußte, =
  dergestalt  wäre  beschaffen  gewesen,  daß  er,
an  einem  gewissen  Tage  ,  und  zu  einer  gewissen
Stunde,  in  den  Rath  gegangen;  daß  von
ihm  diese  und  jene  Worte  waren  ausgesprochen
worden:  wenn  es  auch  GOtt  gefallen  hätte,
die  Seele  des  Cäsars  den  folgenden  Tag  drauf,
da  sie  erschaffen  worden  war,  zu  zernichten.
(f)  Man  müßte  sagen,  daß  diese  bewegende
Kraft,  nach  der  Geschwindigkeit  der  Gedanken
dieses  ehrsüchtigen  Geistes,  sich  auf  einen  Punkt
veränderte;  und  daß  sie  sich  eigentlich  mehr
in  einen  gewissen,  als  in  einen  iedweden  andern =
  Zustand  sezte:  indem  die  Seele  des  Cäsars ¬
  von  einem  gewissen  Gedanken  auf  einen
gewissen  andern  geriethe.  (g)  Aber  kan  auch
D2ungenwohl
(k)  Es  ist  hierinnen  nichts,  welches  zeinem  seltsam
vorkommen  könte:  wenn  man  ein  für  allemahl
in  reife  Erwegung  ziehet,  daß  ein  so  groser
Künstler,  wie  GOtt  ist,  ein  automatum  oder  sich
selbst  bewegendes  Kunstwerk,  machen  könne,
das  da  einem  Diener  gleich,  und  geschickt  wäre,
dessen  Stelle  und  Bedienung  zu  vertreten;  und
in  einem  bestimmten  Augenblick  das  alles,  was
man  eine  sehr  lange  Zeit  über  anordnen  würde,
zu  bewerkstelligen.  Der  Körper  ist  in  Ansehung
des  Geistes  dergleichen  sich  selbst  bewegendes
Kunstwerk.
(8)  Es  hat  das  Ansehen,  als  wenn  Her  Bayle
meine  Meynung  in  einem  veränderten  Verstande
ge¬
            
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