Beschreibung der in England üblichen hohen Kunstsätze.
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ein länglichter Ausschnitt oder Oehr von gleicher Grösse mit jenem in der Stange
ff gemacht, die Platte Ss so durchgesteckt, daß die Stange in der Mitte fest gehalten =
wird, und hierauf die beyden Schenkel durch zwey kleine gespaltene Keile
X,X, welche durch zwey in dem vorragenden Theile der Platte s befindliche Ausschnitte ¬
geschlagen werden, feste zusammen getrieben. Nunmehr bildet dieser Kloben
mit der Kolbenstange ein zusammenhangendes Stück, und kann mittelst eines durch
seinen Ring a gesteckten Bolzen rr an die Zugstangen, Stangenhacken oder Ketten
gehängt werden.
§. 150.
Da die leztbeschriebene Pumpe mit den Vorzügen der gewöhnlichen Saugund ¬
Hebwerke, die Bequemlichkeit der Druckwerke vereinigt, indem die bewegende
Kraft gleich über dem Stiefel, wie bey diesen, angebracht werden kann, so ist ihre
Anwendung in allen Fällen an die Stelle der leztern zu empfehlen, vor welchen sie
noch übrigens folgende wesentliche Vortheile gewährt. 1) Wirkt die bewegende
Kraft hiebey durch Ziehen, welches immer besser ist, und die Maschinentheile weniger ¬
angreift als drücken oder schieben. 2) Ist die Liederung, welche vollkommen, ¬
so wie bey den gewöhnlichen Saugpumpen über den Sturz eingerichtet ist,
leichter, wohlfeiler und dauerhafter, als die Liederung der gewöhnlichen Druckkolben; ¬
auch ist die Bewegung der Kolben immer genau in der Richtung der Achse
des Stiefels. 3) Macht die Auswechselung oder Ausbesserung der Ventile weniger
Schwierigkeiten, da hier im Steigrohr keines befindlich ist.
Vor den gewöhnlichen hohen Sätzen hat diese Art von Pumpen auch zwey
sehr wichtige Vorzüge; erstens arbeiten hier die Zugstangen ausser den Aufsatzröhren ¬
im Trocknen, dauern daher länger, und können, wenn sie schadhaft geworden, ¬
leichter und bequemer reparirt oder ausgewechselt werden. Zweytens können
hiebey engere Aufsatzröhren gebraucht werden, welches bey weiten Sätzen, und wo
man keine andern als hölzerne Röhren haben kann, ein wichtiger Vortheil ist.
Besonders aber würden diese Pumpen, meiner Meinung nach, in flachen Kunstschächten ¬
(wo die gewöhnlichen hohen Sätze wegen des Aufliegens und Reibens der
Zugstangen in den Aufsatzröhren gar nicht anwendbar sind) die besten Dienste thun,
weil
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