Full text: Böckler, Georg Andreas: Theatrum machinarum novum, Das ist

103. Die XCVII . Figur.
Ein vierfaches Pomppen-Werck.

GEgenwärtiges vierfaches Pomppen-
Werck wird durch ein groſſes Waſſer-
Rad A. getrieben/ an deſſen Wellbaum
iſt bey E. ein gekröpfftes Eiſen/ welches mit ſei-
nem Umlauff eine eiſerne Stange umtreibet/
auf-und abſchiebet/ an welcher eiſernen Stan-
gen hernach ein Balcken D. derſelbige regieret
alsdann nicht allein die Pomppen-Stangen/
mit ihren Ventiln/ in den Röhren B B ſondern
ziehet auch zugleich durch Hülff der Stange
F. die beyde obere Pomppen G. und H. welche das
Waſſer in den Kaſten I. ausgieſſen/ von ſol-
chem Kaſten alsdann hernach das Waſſer/ wo-
hin man es haben will/ geleitet wird.

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104. Die XCIIX . Figur.
Ein doppeltes Pompp-und Druck-Werck.

DIeſe Machina kan nach füglicher Gele-
genheit/ wo man ein flieſſend Waſſer hat/
angeordnet werden/ hat bey A. ein groſ-
ſes Waſſer-Rad/ an deſſen Wellbaum auf
beyden Seiten gekröpffte eiſerne Arme ſeynd/
da dann der eine bey B. ein Druck-Werck
hat/ dardurch das Waſſer in C. überſich trei-
bet/ auf der andern Seiten aber/ durch Hülff
der eiſernen Stange E. und deſſen Schieb-Arm
F. die beyde Pomppen K. und I. guberniret/ wel-
che das Waſſer inden Kaſten L. ausgieſſen.

0041-02

105. Die XCIX . Figur.
Ein dreyfaches Pomppen-Werck.

MIt dieſem Pomppen-Werck/ mag das
Waſſer ein ziemliche Höhe gebracht/
kan durch Menſchen oder Thier regie-
ret werden/ nemlich wann der aufrechte Well-
baum A. mit ſeinen Schieb-Armen herum ge-
führet wird/ ſo greiffet deſſen Horizantal-lie-
gendes Kam-Rad C. in die Spindeln D. ein/
und treibet hernach den gekröpfften Wellbaum
F. noch ferner herum/ welcher alsdann durch
die Pomppe G. und H. nicht allein die Ober-
Pomppe I. ſondern auch durch K. M. und N. die
andere zwo Pomppen O. und P. regiret/ und al-
ſo das Waſſer von einem Kaſten zu dem andern


in die Höhe bringet. Bey E. iſt ein Schwung-
Rad angeordnet/ damit es dem Werck eine
Leiterung oder Bey-Hülff geben könne.

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106. Die C . Figur.
Eine Waſſer-Kunſt mit einem Schöpff-
Rad.

DIeſe Waſſer-Kunſt iſt etwas mühſam/
kan durch Menſchen oder Thier regieret
werden/ hat ein groſſes Waſſer-Rad A.
deſſen Umlauff oder äuſſerſte Circumferentz,
wird entweder von Holtz/ Leder/ oder derglei-
chen hohl gemacht/ wol verpicht/ und mit Waſ-
ſer-Kütt verwahret/ faſſet mit ſeinen gevierten
Löchern B. B. B. das Waſſer in den Kaſten M.
läſt ſolches alsdann/ durch die hohle Speichen
G. des Waſſer-Rads/ in den hohlen Wellbaum
H. lauffen/ gieſſet ſich hernach durch C. ferner
aus/ wohin man ſolches haben will. Es wird
aber das Rad A. ſolcher geſtalt herum gefüh-
ret/ wann nemlich an den aufrechten Well-
baum N. ein Thier (Ochs oder Eſel) bey D. an-
geſpannet/ ſo greiffen die Spindeln E. in die
Zapffen des Waſſer-Rads I. welches dann
den Wellbaum H. ſampt dem Waſſer-Rad
herum führet. Wolte man die Waſſer-Kunſt
aber/ durch Menſchen regieren/ ſo macht man
an den aufrechten Wellbaum oben ein gekröpff-
tes Eiſen L. mit einem eiſernen Schieb-Arm
O. welcher in den Balcken G. beweglich einge-
macht/ kan alsdann ſolches durch Hülff des
Schwung-Rads F. leichtlich beweget und um-
getrieben werden.

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107. Die CI . Figur.
Ein doppeltes Pomppen-Werck.

DIeſes Pomppen-Werck wird durch Per-
ſonen/ ſo in einem Trett-Rad A. gehen/
regieret/ und hat des Trett-Rads Wellbaum
einen gekröpfften Arm B. welcher mit ſeinem
Umlauff/ die Pomppen-Stange C. auf und
abziehet/ und durch die Deicheln D. das Waſ-
ſer in den Kaſten E. ausgieſſet. Aus dem Ka-
ſten E. wird ferner das Waſſer auf das Schauf-
fel-Rad F. geleitet/ und hat dieſes Rad/ gleich-
wie das vorige/ einen gekröpfften Arm G. wel-

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