Volltext : Reimarus, Hermann Samuel: Allgemeine Betrachtungen über die Triebe der Thiere, hauptsächlich über ihre Kunsttriebe

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Trieben  der  Thiere.
unwillkührlich,  als  bey  uns.  Und  ein  gleiches
muß  man  von  ihrer  Tollheit  oder  Raserey  sagen.
Jn  allen  diesen  Fällen  aber  stellet  man  sich  abwesende =
  Dinge  nicht  als  abwesend,  sondern  als
gegenwärtig,  vor;  und  die  Einbildungs=Kraft
bringt  durch  die  Verknüpfung  ganz  verschiedener =
  Vorstellungen  eine  Ertichtung  hervor.
15.
Aus  diesem  natürlichen  Triebe  zur  sinnlichen
Vorstellung  gegenwärtiger  und  abwesender
Dinge  läßt  sich  dasjenige,  was  die  Thiere,
nach  dem  gemeinen  Triebe  ihrer  Affecten,  thun,
so  ferne  verstehen,  als  es  eine  Analottie  zwischen =
  ihnen  und  uns  Menschen  zeiget.  Jch  verstehe =
  durch  die  Analogie  eine  Aehnlichkeit  der
Dinge  von  verschiedener  Art,  in  einem  entfernten =
  Grunde;  als  in  einem  allgemeinen  Geschlechte =
  der  Beschaffenheiten,  Kräfte,  WirSo =
  sind  ja  Pflanzen
kungen  oder  Absichten.
und  Thiere  verschiedener  Art  und  Wesens
aber  es  ist  doch  eine  Analogie  oder  entfernte
Aehnlichkeit  zwischen  beiden  in  dem  körperlichen
Bau,  mechanischen  Trieben,  Nährung  und
Fortpflanzung.  Die  Seele  ist  gewiß  nicht
einer  Art  und  eines  Wesens  mit  einer  Maschine =

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At  varia  fugiunt  volucres,  pennisque  repente
Sollicitant  divum  nocturno  tempore  lucos,
Accipitres  somno  in  leni  si  proelia  pugnasque
Edere  sunt  persectantes  vi  seque  volantes.
            
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