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seines Schwagers gezögen, um von demselben und dessen Frau wähn -
rend seiner Krankheit bessere Pflege zu erhalten.
Mayer, war auch wirklich bald so weit hergestellt, daß er nur
ihm jedernoch -
Morgens und Abends Thee zu trinken hatte, den
zeit seine Schwester bereitete, und auf dessen Genuß er sich immer
et min giluc
wohl befand.
An dem Tage nun, wo in Weißenhorn eine Primitz*) gewesen,
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was nach den Acten der 17. Juli 1836 war, oder wie der Arzt
Dr. 3., die Zeuginnen rc rc. Spegele und Jnquisit sagen, am Abende
vorher, den 16. Juli — zwischen 8 und 9 Uhr—reichte Johann
Baptist Sohler wegen Abwesenheit seines Weibes seinem Schwager -
den Thee, der nach Mayer's eidlicher Versicherung einen
andern Geschmack als gewöhnlich hatte, und auf dessen Genuß er
sich kurze Zeit darnach heftig und anhaltend unter starkem Würgen
erbrechen mußte, und bis gegen 3 Uhr Morgens an solchen Zufällen -
litt, welche auf eine Vergiftung mittels Arsenik einzutreten pfle¬Mayer -
wurde jedoch gerettet, wurde aber 8 Tage später
gen.
24. Juli 1836
auf den Genuß eines von seinem Schwager ihm Morgens
74 Uhr abermal gereichten Thee's, obwohl er nicht die Hälfte
der obern Tasse hievon getrunken
von denselben Zufällen nur noch in gesteigertem Grade befallen, so
daß er nach oftmaligem Erbrechen, Verdrehung der Glieder, unter
Zuckungen und Lähmung des ganzen Körpers rc., das Bewußtsein
verlor, und nur durch die fortgesetzten Bemühungen des behandelnden -
Arztes, wiewohl demselben die Ursache dieser heftigen Krankheitsanfälle -
unbekannt geblieben, wieder hergestellt wurde.
Der Angeschuldete hat im Laufe der Untersuchung bekannt, daß
er aus Aerger und Verdruß darüber, weil er seinem Weibe und
seinem Schwager nichts habe recht machen können, dieselben immer
still mit einander geredet und es ihm geschienen habe, als hetze sein
Schwager seine Frau gegen ihn auf; überdieß — geleitet von der
Hoffnung und dem Wunsche, einen Theil des Vermögens seines
— beschlossen habe, denselben aus der
Schwagers zu bekommen
Welt zu schaffen, und daß er in dieser Absicht an jenem Abend und
jenem Morgen, jedesmal so viel „Mausnudeln" als er mit 3 Fingern
habe fassen können, an den Thee gerieben und seinem Schwager zu
trinken gegeben habe; daß dieser den Thee in seiner Gegenwart getrunken, -
und sich kurze Zeit darnach heftig habe erbrechen müssen.
Was nun den Thatbestand dieses Versuches des Giftmordes
anbelangt, so liegt zwar der Ausspruch des Gerichtsarztes und des
Medicinalcomités dafür vor, daß die Zufälle, wie sie von dem
Damnificaten und dem Zeugen beschrieben worden, mit dem höchsten -
Grade der Wahrscheinlichkeit für eine Vergiftung
mittels Arsenik zeigen; nachdem aber die Theereste sowohl als auch
*) Erste Messe. Vergl. oben S. 28.
F. A. f. d. u. a. C. R. XXIX. 1.
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Max-Planck-Institut für
zu Berlin