Full text: Bion, Nicolas: Nicolaus Bions ... Neueröfnete mathematische Werkschule oder gründliche Anweisung wie die mathematische Instrumenten nicht allein schiklich und recht zu gebrauchen, sondern auch auf die beste und accurateste Art zu verfertigen, zu probiren und allzeit in gutem Stande zu erhalten sind

Von der Zubereitung und dem Gebrauche gewiſſen Grad, auf dem Limbo, und dann auf den Stern, der andere aber
rucket ſein Abſehen ſo lang hin und her, bis er dadurch den andern Stern ac-
curat ſehen könne; ſo wird die Summe der beyden Bögen die verlangte
Gröſſe in Graden, Minuten und Secunden vor die geſuchte Weite ganz
genau zeigen. Mit dieſem Inſtrumente mögen auch zween Beobachtere die
gar kleine Weiten, wann ſie auch nur von etlichen Minuten, oder gar ei-
nigen Secunden ſind, eben ſo wohl als ſonſt ein Beobachter mit dem Mi-
krometer, beſtimmen, indeme jene allhier bey E und F noch ſo viel Platz übrig
hab@n, daß ſie einander nicht hindern, welches ſich bey den ordinairen Qua-
dranten und Sextanten ſonſten gar nicht thun läſſet.

631. Von der Zubereitung und dem Gebraucbe zweyer
andern Inſtrumenten, die Herr Robert Hooke, verſchiedene
Weiten in dem Himmel damit zu meſſen,
ausgeſonnen.

Das erſte Inſtrument, wie es in den Hookiſchen Operibus poſthumis p. 502. beſchrieben wird, beſtehet aus zween viereckichten Canälen, die man
am ſicherſten aus einem Stuck, (damit ſie immer in einer gleichen Länge
bleiben,) und am bequemſten von ungefehr 7. Schuhen verfertigen laſſen
mag. Von ſolcher Gröſſe wollen wir hier die in der 4. Figur der XIX. Tabelle bey A B und C D vorgeſtellte Sehröhren zum Exempel ſupponiren, in
dieſen werden unten bey B und D zwey gute Objectivgläſer von 6. Schuhen
im Brennpuncte, oben aber bey M und N zwey zimlich convexe Ocular-
gläſer von einerley Brennpuncte angeordnet, dieſe Oculargläſer befinden
ſich in einer runden Aushöhlung, darein man das Aug in der gehörigen
Weite halten, und dabey von den Objectivgläſern, und zwar von jedem
von 6 {1/2}. Schuhen gleich entfernet ſeyn kann. Hinter dieſen Oculargläſern
werden in dem Brennpunct bey O und P zween Triangel von Meſſing, (wie
in dem nahe dabey ſtehenden Quadranten zu ſehen) deren Spitzen in dem
Mittelpuncte des ausgeſchnittenen Zirkels, dann aber in der Axe eines jeden
Sehrohrs accurat ſtehen müſſen, angerichtet, dieſe Spitzen müſſen an ſtatt
der Abſehen dienen; Darauf ſüget man unten bey E beyde Sehröhren in ei-
ner ſtarken Schlieſſung zuſammen, damit ſie im Auf-und Zuthun in einer
Fläche bleiben, macht auf dem Sehrohr C D oben bey C ein Stück von Meſ-
ſing in I Kveſt, und in die Rundung bey L ein kleines Loch, das von C ſo
weit a [?] l [?] s E von D entfernet iſt, alsdann richtet man auch eben dergleichen
Stuck oben auf dem Sehrohr AB zwiſchen T V an, auf dieſes aber ein an-
deres, das gleichfalls bey dem andern L mit einem kleinen Loch als einem
Mittelpuncte verſchen, und anbey in ſeiner Fuge F G hin und her beweg-

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