Full text: Bion, Nicolas: Nicolaus Bions ... Neueröfnete mathematische Werkschule oder gründliche Anweisung wie die mathematische Instrumenten nicht allein schiklich und recht zu gebrauchen, sondern auch auf die beste und accurateste Art zu verfertigen, zu probiren und allzeit in gutem Stande zu erhalten sind

Von der Zubereitung und dem Gebrauche des aſtronomiſchen Anfang von der Eintheilung des Randes ſeyn, wann ſelbiges in der Vertical-
linie, und unter dem Zenith in Anſehung der Lineæ fiduciæ der dioptriſchen
Abſehen, oder einer andern Linie, die mit jener parallel iſt, mit welchen die
Verticallinie C D gerade Winkel macht, ſtehet.

262.1.

Fig. 3.

Wann aber, nachdeme das Inſtrument wiederum umgewendet wor-
den, das Haar mit dem aus dem Puncte D herabhängenden Bley, nicht ac-
curat das Mittelpunct C antrift, muß man den Faden oder das Haar ſo lang
bewegen, bis es durch beſagten Mittelpunct C gehe, ohne daß der Quadrant
in ſeinem Stande noch die dioptriſche Abſehen, welche allezeit wie zuvor, gegen
das Object müſſen gerichtet ſeyn, im geringſten verändert werden; Als-
dann muß man auf dem Bogen des Zirkels D E, der aus dem Mittelpuncte C
beſchrieben, und durch das Punct D gezogen worden, das Punct E, welches
ſich unter dem Faden befindet, bemerken.

Ich ſage dann, daß, ſo man den Bogen D E im Puncte O in zween
gleiche Theile theilet, eben dieſes Punct O das erſte Punct der Eintheilung
ſeyn, und der Halbmeſſer C O einen geraden Winkel mit der Geſichtslinie
der dioptriſchen Abſehen machen werde; dieſe Operation iſt an ſich ſelb-
ſten klar, dann die Geſichtslinie oder der Halbmeſſer C B, der mit jener pa-
rallel iſt, verändert ſich weder in einem oder dem andern Stande des Quadran-
tens, wann der Winkel BCD in dem ordentlichen Stand des Inſtruments
gröſſer als ein gerader iſt, das iſt, wann das abgezielte Punct das Objecs un-
terhalb des Horizonts iſt, ſo lieget es dann vor Augen, daß die verlängerte
Verticallinie C D, welche mit dem Faden des Bleyes correſpondiret, mit der
Geſichtslinie einen kleinern Winkel, als einen geraden ausmache, nemlich das
Supplementum des Winkels B C D, welches dem Winkel B C E gleich iſt; ſo
wird demnach der Winkel B C O, der das Mittel zwiſchen dem gröſſern und
dem kleinern als ein gerader iſt, welcher von dem Halbmeſſer C O und der Ge-
ſichtslinie gemacht wird, ein gerader Winkel ſeyn. Q. E. D.

Man kann auch das erſte Punct der Eintheilung haben, wann man ein
Punct, das accurat mit dem Auge wagrechte ſtehet, findet, und die dloptri-
ſche Abſehen in dieſes Punct ſtellet, ſo wird der Ort, wohin das Haar fal-
len wird, das erſte Punct der Eintheilung ſeyn.

Man kann eine Probe von dieſer Verrichtung machen, wann nemlich, ſo
der Faden des Senkbleyes durch das Punct O gehet, das gar weit entle-
gene Object in dem Puncte, wo einander die Fäden durchſchneiden, erſchei-
net. Dann, nachdeme das Inſtrument umgewendet, und die dioptriſche
Abſehen allezeit gegen eben das Object gerichtet worden, wird der Faden
des Senkbleyes durch die Puncten O und C gehen, dann ſonſten ein Fehler
in denen Obſervationen ſeyn wird.

Nachdeme man nun wegen des erſten Puncts der Eintheilung eine ge-
wiſſe Verſicherung hat, müſſen aus dem Mittelpuncte C zwey Zirkelſtücke,
die einen Zoll weit von einander ſtehen, um die Eintheilungen einzuſchlieſen,

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