Full text: Bion, Nicolas: Nicolaus Bions ... Neueröfnete mathematische Werkschule oder gründliche Anweisung wie die mathematische Instrumenten nicht allein schiklich und recht zu gebrauchen, sondern auch auf die beste und accurateste Art zu verfertigen, zu probiren und allzeit in gutem Stande zu erhalten sind

183. Vierzehender Nutz.

Es ſeye gegeben ein groſſer Erdhaufen durchzugraben, um dadurch ei-
nen verdeckten Gang, daß man von A in B gelangen könne zu machen.

Man ziehet auf einer Seite eine gerade Linie, nemlich DC, und auf
der andern des groſſen Haufens eine andere gerade Linie EF, die parallel mit
CD laufe, läſſet auch aus dem Puncte A auf die Linie CD eine Perpendi-
cularlinie AG fallen, und dann aus einem andern Puncte weiter unterhalb
des Haufens eine andere, nemlich CH, die AG gleich gemacht wird,
fallen.

183.1.

Tab. XI.
Fig. 14.

Man ziehet ferner aus dem Puncte B auf EF die Perpendicularlinie BI,
und aus einem andern Puncte unterhalb des Haufens auf eben die Linie
eine andere LM, die BI gleich gemacht wird, dabey auch die Weite IL der
Weite CG gleich ſeye. Man ziehet endlich von dem Stabe H gegen den
Stab M eine gerade Linie, die man ſo weit verlängern kann, als es nö-
thig iſt, ſo wird dieſe Linie parallel mit dem vorgegebenen Gang, der von
A in B zu machen iſt, lauffen; dahero man in gleicher Weite mit dieſer Pa-
rallellinie HM auf beyden Seiten des groſſen Haufens ſo viel Stäbe als
man will, nemlich O, P, Q, welche dienen, um ſolchen Haufen von A in B
durchzugraben, einſtecken kann.

Wir werden von dem Gebrauche dieſer Inſtrumenten unten in der noch
folgenden kurzen Abhandlung von der Beveſtigungskunſt ein mehrers mel-
den.

0162-01

184. Das zweyte Capitel.
Hierinnen iſt die Beſchreibung und der Gebrauch
des Creutzmäſes (de l’ Equerre d’Arpenteur) enthalten.

Das Creutzmäß iſt ein Zirkel aus Kupfer (Meßing) von einer
ziemlichen Dicke, und von 4. 5. bis 6. Zoll im Durchmeſſer. Man
theilet ſolches durch zwo Linien, die einander im Mittelpuncte in ge-
raden Winkeln in vier gleiche Theile durchſchneiden. An den vier Enden
dieſer Linien, und zwar mitten in dem Rand, werden vier Abſehen, welche wol
angenietet ſeyn müſſen, in viereckigte Löcher, die recht perpendicular auf beſag-
ten Linien eingeſchnitten worden, geſetzet, wobey dann unterhalb eines je-
den Ausſchnitts noch ein Loch iſt, um die Gegenſtände auf dem Felde deſto
beſſer zu entdecken. Man arbeitet den Zirkel in der Mitte aus, damit er
deſto leichter werde.

184.1.

Tab. XII.
Fig. A.

Unten, und zwar im Mittelpuncte des Inſtruments, läſſet ſich eine Hül-

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