Metadaten : Kries, Friedrich Christian: Lehrbuch der Physik

Physische  Geographie.
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Boden,  setzen  zu  wollen.  Die  Erscheinung  kann
auch  um  nichts  befremdender  seyn,  als  wenn  es  ein
süßes  Wasser  wäre.  Nur  wenn  man  sich  vorstellte,
das  Mer  wäre  aus  den  Flüssen,  die  sich  in  dasselbe ¬
  ergießen,  und  die  ihm  meistens  lauter  süßes
Wasser  zuführen,  entstanden,  könnte  es  auffallend
seyn,  woher  es  eine  solche  Veränderung  erlitten
habe;  allein  diese  Vorstellung  von  seiner  Entstehung ¬
  ist  auch  durchaus  unrichtig.  Das  Wasser,
welches  dem  Meere  durch  die  Flüsse  zugeführt  wird,
ist  gegen  die  ungeheure  Menge,  die  es  bereits  enthält, ¬
  unbedeutend,  und  eben  so  viel  verliertes  wieder
durch  die  Ausdünstung.  Es  wird  also  dadurch
seine  Beschaffenheie  im  Ganzen  nicht  geändert.
Uebrigens  ist  es  nicht  zu  verwundern,  daß  ein  Wasser, ¬
  welches  unzählbare  Geschöpfe  enthält,  die  in
ihm  leben  und  sterben,  und  welches  der  Sammel,
platz  der  mannigfaltigsten  Stoffe  aus  allen  drey
Reichen  der  Natur  ist,  die  ihm  vom  Lande
zugeführt  werden,  nicht  wie  reines  Trinkwasses
schmeckt.
Von  den  Mitteln,  das  Seewasser  trinkbar  zu  machen. ¬
  —  Man  kann  das  Galz  aus  dem  Seewasser  wie
aus  einer  Soole  durch  Abdampfen  gewinnen.  An  vielen
Orten  verichtet  die  Natut  diese  Operation  selbst.
436.  Von  gewöhnlichem  Flußwasser  unter,
scheidet  sich  das  Meerwasser  auch  schon  durch  seine
            
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