Volltext : Dritter Band (3)

Zehntes  Buch.
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stoff,  oder  nach  Berzelius  aus  44,115  Kohlenstoff,  49,083
Sauerstoff  und  6,802  Wasserstoff;  das  Alkohol  hingegen  nach
Saussure  aus  51,98  Kohlenstoff,  34,32  Sauerstoff  und  13,70
Wasserstoff,  oder  nach  Duflos  aus  53,30  Kohlenstoff,  32,87
Sauerstoff  und  13,83  Wasserstoff.  Der  verloren  gehende  Sauerstoff ¬
  vereinigt  sich  mit  Kohlenstoff  zu  Kohlensäure,  welche  zum  Theil
als  Gas  entweicht,  zum  Theil  eine  Zeit  lang  in  der  zähen  Feuchtigkeit ¬
  an  der  Oberfläche  als  Gäscht  oder  Schaum  verweilt,  zum
Theil  mit  der  Flüssigkeit  verbunden  bleibt.  Wenn  das  Gleichgewicht ¬
  hergestellt  ist,  verliert  sich  der  Schaum,  und  die  Flüssigkeit
wird  wieder  hell.  b)  Die  zweite  Stufe  der  Gährung  ist  die
sauere,  welche  in  Alkohol,  mit  Schleim  und  Wasser  verbunden,
unter  Trübung  der  Flüssigkeit,  Zischen,  Bildung  von  Blasen  und
einer  kahmigen  Haut  vor  sich  geht,  und  wobei  der  im  Alkohol  überwiegende ¬
  Wasserstoff  bedeutend,  der  Kohlenstoff  aber  in  geringerem
Maaße  zurückgedrängt,  der  Sauerstoff  hingegen  überwiegend  wird.
Das  ebenfalls  ternäre  Product  dieser  Gährung,  die  Essigsäure,  besteht ¬
  nämlich  nach  Berzelius  aus  46,871  Kohlenstoff,  46,934
Sauerstoff  und  6,195  Wasserstoff.  Es  wird  dabei  keine  Kohlensäure ¬
  entwickelt,  wenn  nicht  aus  den  zufällig  beigemischten  Bestandtheilen. ¬
  Manche  Pflanzenstoffe  äber,  als  Gummi,  Mehl,  Extractivstoff, ¬
  überspringen  die  geistige  Gährung  und  gehen  unmittelbar
in  die  sauere  über.  B)  Die  vollkommen  durchgeführte  Gährung
ist  die  Fäulniß,  ein  zusammengesetzter  chemischer  Hergang,  durch
welchen,  als  das  Widerspiel  der  lebendigen  Assimilation,  die  organische ¬
  Materie  in  unorganische  übergeht.  Nämlich  die  zusammengesetzten ¬
  Verbindungen  der  Elemente,  welche  während  des  Lebens
als  die  sogenannten  nächsten  Bestandtheile  in  steter  Spannung  sich
erhielten,  werden  aufgelöst,  und  die  Elemente  treten  in  die  einfachen,
binären  Verhältnisse,  oder  verbinden  sich  je  zwei  und  zwei  zu  einem
völligen  Gleichgewichte,  wie  sie  in  den  unorganischen  Körpern  sich
finden.  Die  Pflanzenkörper  bestehen  meist  nur  aus  ternären  Verbindungen, ¬
  in  welchen  der  Kohlenstoff  und  Sauerstoff  über  den
Wasserstoff  überwiegend  ist,  sie  sind  daher  mehr  zur  unvollkommenen ¬
  Gährung  geneigt,  und  nur  die  Colla  und  der  Pflanzeneiweißstöff ¬
  gehen  unmittelbar  in  Fäulniß  über.  Dagegen  besteht  die  thie=
            
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