Full text: Bošković, Ruđer Josip: Roger Joseph Boscovich, der Gesellschaft Jesu Priesters, und öffentlichen Lehrers der Mathematik auf der hohen Schule zu Pavia Abhandlung von den verbesserten Dioptrischen Fernröhren, aus den Sammlungen des Instituts zu Bologna

des Ueberſetzers. Verſuchen gebrauchte. Es folget hieraus, die
Eintheilung der Farben in dem gemalten
Sonnenbilde ſey bey verſchiedenen durchſichti-
gen Körpern nicht einerley, und falle dero-
wegen jene Aehnlichkeit, und Uebereinſtim-
mung hinweg, die Newton zwiſchen den
Farben, und muſikaliſchen Tönen, das iſt: zwiſchen der Eintheilung des Farbenbildes,
und einer Seyte in ihre Octav, glaubte
entdecket zu haben: und ich befürchte, daß
aus dieſer Urſache die dioptriſchen Fernröhre
noch immer weit von der Vollkommenheit
der Katoptriſchen entfernet bleiben. Ich will
aber allhier nur die Art, nach welcher ich
meine Verſuche angeſtellet habe, beſchreiben.

Die Vörder-, und Hinterplatte des Glas-
meſſers (Fig. 25) ſtunden faſt parallel,
und in das Waſſer ward ein kleingeſpitztes
Glaspriſma aus Straſs-, oder Flintglaſs ver-
ſenkt; der Lichtſtraal fiel mit einer horizon-
talen Richtung durch die Platte T ein, und
das Farbenbild befand ſich unter dem Orte,
nach welchem der ungebrochene Straal zu
gieng, weil nämlich dieſer mehr abwärts
durch das Glas gebogen ward, als die wi-
drige Brechung des Waſſers betrug. In
dieſem Bilde behielten die Farben ihre natür-
liche Ordnung: der unterſte Rand war vto-
let; der oberſte, oder dem ungefärbten Son-
nenbilde der nächſte, roth. Ich öffnete nun
den Glasmeſſer etwas mehr, und wie der
Winkel des Waſſerpriſma wuchs, alſo ward
auch die Wirkung des Waſſers gegen das Licht
merklicher, indem das Farbenbild etwas hö-

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