Full text: Bošković, Ruđer Josip: Roger Joseph Boscovich, der Gesellschaft Jesu Priesters, und öffentlichen Lehrers der Mathematik auf der hohen Schule zu Pavia Abhandlung von den verbesserten Dioptrischen Fernröhren, aus den Sammlungen des Instituts zu Bologna

174. Bey dieſem Verfahren äußert ſich eine
dopp [?] elte Beſchwerde, derer die eine bey dem
Gebrauche der Prisma undermekdlich, die an-
dre gegenwärtiger Methode eigen iſt. Jene be-
ſtehet in einem genauen Maaße des Winkels
des Prisma; dieſe in der richtigen Beſtimmung
des ſcheinbaren Ortes E, weil die Gegend der
Wand, in welcher E zu ſtehen kommt, dem
Auge bey O durch das Prisma verdecket wird,
und von keinem alldort befindlichen Gegen-
ſtande gerade, und ungebrochene Straalen in
das ſeibe einfallen können, welche die Linie
A E zu beſtimmen tauglich wären.

175. Den Winkel zu finden, kann man
ſich eines Halbcirculs (Fig. 17 Tab. I) A B C
vedienen, um deſſen Mittelpunkt I ſich eine
mit p [?] arallelen Seiten verſehene Regul D E
bewegen läßt. Hält man das Prisma alſo,
daß die eine Fläche G H den Durchmeſſer des
Halbeirculs, die andre die bewegliche Regul
bey G F berühre, wird der Bogen L C das
Maaß des geſuchten Winkels an Tag geben.

11.1.

Fig. 17
Tab. II.

176. Bey einem Prisma, deſ4en Achſe
auf die dreyeckichte Grundfläche ſenkrecht ſteht,
iſt mir folgende Art den Winkel zu meſſen
weit beſſer zu ſtatten gekommen. Man ziehe
(Fig. 18 Tab. II) auf einer ebenen Fläche eine
ziemlich lange Linie A B, nach welcher man
das Lineal D C richtet: man lege hernach die
Seite F E des Prisma veſt an ſeine ſchneide,
doch ſo, daß der Winkel E etwas über das
Lineal hinausfalle. Auf die andre Seite G E
drücke man ein andres Linenl H I an, und
halte es unverrücket. Hat man ſodann ſowohl

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