Metadata : ¬Das testamentarische Erbrecht bei den Römern und in der Anwendung auf unsere Zeit (1)

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Von  der  Errichtung  eines  Testamentes.
jus  so  vollständig,  daß  jede  allgemeine  Erwägung  unzweckmäßig -
  war.
Erst,  als  die  Sache  zu  einem  gewöhnlichen  judicio  vor
dem  Civilrichter  wurde,  mußte  die  Doctrin  einen  eigenen
Stoff  bilden,  und  das  Constitutionenrecht  arbeitete  dann
auf  demselben  Wege  fort.  Hier  war  nun
1)  wichtig  die  Bedeutung  des  Rechtsmittels  als  eines
restitutorischen  im  Allgemeinen.  Man  muß  diesen  Standpunkt -
  nicht  zu  einseitig  nehmen.  Restitution  wurde  gegen
einen  letzten  Willen  wohl  nur  ob  impietatem  et  errorem
gegeben,  soferne  beide  Verhältnisse  das  Testament  nicht  schon
als  injustum  oder  als  imperfectum  anfechten  ließen,  aber
es  war  in  der  Rechtsfolge  immer  das  allgemeine  Princip
der  Rescission  herrschend,  d.  h.  es  hängt  darüber:  wieweit
rückwärts,  und  wieweit  im  Umfange  die  Infirmation
geschehen  solle,  theils  von  der  allgemeinen  Natur  des  Rescissionfalls, ¬
  theils  von  der  speciellen  Entscheidung  des  Richters ¬
  ab,  hiernach
2)  wird  in  erster  Hinsicht  gesagt:  si  ex  causa  de  inofficiosi ¬
  cognoverit  judex  et  pronunciaverit  contra  testamentum, ¬
  nec  fuerit  provocatum,  ipso  jure  rescissum
est,  et  suus  heres  erit,  secundum  quem  judicatum  est,
et  bonorum  possessor,  si  hoc  contendit;  et  libertates
ipso  jure  non  valent,  nec  legata  debentur,  sed  soluta
repetuntur,  aut  ab  eo,  qui  solvit,  aut  ab  eo,  qui  obtinuit, ¬
  et  haec  utili  actione  repetuntur.  Ueber  die  Worte
„ipso  jure  rescissum"  bestehen  Streitigkeiten  unter  den
S.  402.  die  Commentatoren  ad  1.  S.  §.  8.  D.  h.  t.  Schrader
comm.  de  nexu  succ.  ab  int.  et  querel.  inosf.  §.  59.  Franke,
Notherbenrecht,  S.  214.  Vinnius  sel.  quest.  lib.  I.  c.  21.  i.  f.
v.  de  Poll.  de  exhered.  et  praet.  c.  78.  §.  37.
            
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