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bald seinen Handel einstellen müssen; und Käufer, die einzig auf
die Redlichkeit der Gewerbs= und Handelsleute vertrauen, werden -
um so häufiger verkürzet, da selbst die besser gesinnten Verkäufer -
sich eine eigene, auch von einigen Philosophen unterstützte
Handelsmoral, und insbesondere die Maxime bilden: man müsse
bey dem so häufig wechselnden Werthe der Sachen in günstigeren -
Zeiten die Käufer beträchtlich überhalten; oder sich wegen der
zahlungsflüchtigen Käufer an den übrigen Käufern schadlos halten. -
Dagegen würde auch ein verdachtvoller Handelsmann, der
keiner Kundschaft ohne Pfand oder Bürgen borgen wollte, seinen
Handel sehr einschränken müssen; und zu vorsichtige Käufer, die
auch von den billigsten Preisen noch abkargen wollen, fallen am
Ende um scheinbar geringen Preis verkaufenden Betrügern in
die Hände nach dem Sprichworte: Wer wohlfeil kauft, kauft theuer.
Ein Haushälter, der ohne Auswahl und Prüfung seine Dienerschaft -
bestellt, oder ohne sie zu beobachten, ihnen die lockende
Gelegenheit anbiethet, sich auf seine Kosten zu bereichern, wird
unfehlbar zu Schaden kommen. Wer sich aber zur Maxime macht,
Alle die ihn umgeben, argwöhnisch zu beobachten, verscheut redliche -
Diener, die sich durch den Argwohn gekränkt fühlen. Er
selbst verbittert sich durch unaufhörliche Besorgnisse das Leben,
oder bestellt so viele Wächter, einen über den andern, daß seine
Einkünfte erschöpft werden müssen.
Für die äußere und innere Politik zu einer vorsichtigen Beurtheilung -
des rechtlichen und sittlichen Werthes einzelner Menschen, -
kleinerer Gesellschaften und ganzer Nationen sorgten die
Machiavellischen und Antimachiavellischen, die Hobesischen und Antihobesischen -
Schriften, die schon auf dem Titelblatte sich derb aussprechende -
Abhandlung de politica genuina et diabolica, und
die Abhandlungen mehrerer schätzbarer Schriftsteller über die Grenzen -
der Politik und Moral.
Max-Planck-Institut für