Metadaten : Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 7 (1791))

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Mitbürger  zu  erleichtern,  nicht  etwa  unter  Modificationen -
  und  Bedingungen  nur  einigen  Befreyungen -
  von  Abgaben  zu  entsagen;  nein,  im  rührenden -
  Ton  eines  wahren  Landesvaters  ladet  er  seine
Geistlichkeit  ein,  die  Abgaben  gleich  zu  tragen,
und  ihren  sie  davon  befreyenden  Privilegiis  ganz
auf  immer  zu  entsagen,  ohne  Zusatz,  ohne  Bedingung. -
  Man  lese  diese  Aufforderung  Anlage  1.)
und  gestehe,  daß  ein  solcher  Entschluß  von  einem
deutschen  Bischof  noch  mehr  Bewunderung  verdiene, -
  als  von  der  zahlreichen  Versammlung,  welche
nur  zehn  Tage  früher  in  Versailles  einen  ähnlichen
faßte.
Zugleich  schrieb  der  Fürst  die  schon  lang  gewünschte -
  Versammlung  der  Stände  aus,  welche
vorzüglich  mit  Erleichterung  des  duͤrftigsten  und
zahlreichsten  Theils  seiner  Unterthanen  sich
beschäftigen  sollte.  Der  Schritt,  der  so  eben  geschehen, -
  berechtigte  jede  auch  die  kühnste  Erwartung, -
  und  alles,  was  der  Fürst  noch  zum  Wohl
seines  Volks  zu  thun  sich  vorbehielt,  konnte  nicht
von  dem,  was  er  schon  gethan  hatte,  übertroffen
werden.
War  das  Betragen  des  Regenten  edelmüthig,
so  war  es  nicht  minder  die  Art,  wie  sein  Volk  es
aufnahm.  So  rührend  ihm  die  Vorsorge  für  Erleichterung -
  seiner  Lasten  seyn,  so  sehr  sie  zum  lebhaftesten -
  Dank  auffordern  mußte;  so  vermischte
sich  doch  auch  zugleich  mit  diesem  Dank  die  Aeufserung, -
  daß  das  Volk  noch  etwas  Theureres  und
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ihm
Max-Planck-Institut  für
            
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