Inhaltsverzeichnis : Schulreform und Gesellschaft (T. 2)

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Rationalitäts-  und  Effizienzkriterien  stärker  als  Maßstäbe
bildungspolitischer  Entscheidungen  durchsetzen  werden,  wo
sich  nicht  die  Wissenschaft  selbst  einer  kritischen  Reflexion
ihrer  politischen  Verwendung  versichert  oder  wo  nicht  Kompetenzstruktur -
  und  demokratische  Ideologie  bildungspolitisch
aktiven  Gruppen  die  Chance  unabhängiger  Initiative  gewähren.
Die  Ergebnisse  lassen  sich  wie  folgt  zusammenfassen:  Analog
zu  den  Ergebnissen  der  Analyse  der  politischen  Interessenartikulation -
  hat  auch  die  politische  Auseinandersetzung  in  der
Öffentlichkeit,  die  "öffentliche  Meinung"  als  Aggregat  spontaner -
  bildungspolitischer  Interessen,  nur  in  Situationen  eine
Rolle  gespielt,  in  denen  der  normale  politische  Prozeß  außer
Kraft  gesetzt  oder  seine  bildungspolitische  Ineffizienz  offensichtlich -
  geworden  war.  Sehr  viel  gewichtiger,  aber  grundsätzlich -
  wohl  ein  reformneutrales  Moment,  in  manchen  Fällen
reformfördernd,  in  anderen  hemmend  war  in  den  Industriegesellschaften -
  kapitalistischer  Prägung  die  öffentliche  Diskussion
in  Fällen,  in  denen  sie  durch  staatliche  oder  quasi-staatliche
Initiativen  ausgelöst  worden  ist.  Gegenüber  konservativer
staatlicher  Schulpolitik  konnten  sich  in  ihr  auch  reformfördernde -
  Kräfte  profilieren.  Insgesamt  jedoch  hat  solche  öffentlichkeit -
  eher  einen  Beitrag  zur  bildungspolitischen  Mobilisierung -
  sowie  zu  einer  erhöhten  Bereitschaft  zu  rationaler
Informationsaufnahme  und  Auseinandersetzung  der  Betroffenen
und  Interessierten  geleistet.  Ambivalent,  tendenziell  reformbegünstigend, -
  aber  ohne  große  politische  Wirkung  bleibt  die
Funktion  der  Öffentlichkeit  in  den  sozialistischen  Ländern.
Die  verstärkte  Heranziehung  wissenschaftlicher  Argumente  in
der  bildungspolitischen  Auseinandersetzung  kann  sowohl  zur
Qualifizierung  und  damit  zur  erhöhten  Wirkung  der  politischen
Öffentlichkeit,  wie  auch  zu  deren  fortschreitender  Ausschaltung -
  aus  dem  politischen  Prozeß  führen.
2.2.2  Die  Funktion  der  Parteien
Im  Rahmen  der  vergleichenden  Untersuchung  sind  weniger  inhaltlich -
  die  bildungspolitischen  Programme  und  Ideologien  der
            
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