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rend o, d doppelt erscheinen müssen. d wird aber von dem
Auge b, in seiner Sehachse liegend, und ebenso e von dem
Auge a, in e gesehen. Außerdem erscheint dem Auge b das
Bild von e in 0, dem Auge a das Bild von d in u. Sind
nun o und d durchlöcherte Stellen in einem Papierblatte,
durch welche man mit den Sehachsen einen fernern Gegenstand ¬
e fixirt, so hat man das berühmte aber sehr einfache
Scheinersche Experiment. Alles in dem Horopter e wird
einfach erscheinen. Alles hinter und vor demselben und
also auch die durchlöcherten Stellen erscheinen doppelt, und
zwar vierfach, wenn sie außerhalb der Sehachsen liegen, ¬
dreifach aus angegebenem Grund, wenn durch sie
selbst fixirt wird. Manche Beobachter haben in dem letztern ¬
Falle die beiden seitlichen Doppelbilder, weil sie ganz
zu den Seiten der Gesichtsfelder undeutlich erscheinen,
übersehen, so Wedel in einem ähnlichen Versuch mit
brennenden Kerzen, und Purkinje, wie schon S. 78.
angeführt worden.
In der Convergenz der Sehachsen vor dem Bilde liegen
die einem Auge entsprechenden Doppelbilder auf der Seite
desselben Auges, umgekehrt in der Convergenz hinter dem
Bilde.
Die Größe der Doppelbilder wird verschieden, sobald
der Gegenstand in ungleicher Entfernung von beiden Augen ¬
liegt, und zwar: in der Convergenz der Sehachsen
vor dem Bilde erscheint unter diesen Umständen jedesmal das
äußerste Bild am größten, umgekehrt in der Convergenz
der Sehachsen hinter dem Bilde.
Aendert die Ebene unserer Augen ihre Lage gegen den
wahren Horizont, so verschieben sich die entstandenen Doppelbilder ¬
schief nach oben und unten gegen den wahren
Horizont. Das Verhältniß der Verschiebung ist gleich
dem Verhältniß der Verschiebung der horizontalen Augenebene ¬
gegen den wahren Horizont. Wir haben alfo bei