Volltext : Proff, Karl: Neue Beytraege zur Befoerderung und Verbesserung der Land- und Forst-Kultur

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wirken  kann,  und  die  Erdklöse,  welche  bey  dem  gewöhnlichen ¬
  Pfluge  umgeworfen  werden,  größer  bleiben, =
  als  bey  der  Behackung,  welche  in  das  Kreuz
und  in  die  Quere  vorgenommen  wird.  Bey  dieser
Beschaffenheit  des  Bodens  können  die  an  der  Erde
sich  verbreitenden  Theile  aus  der  Atmosphäre  sich  derselben ¬
  vollkommen  gut  mittheilen,  und  es  ist  sogar
mehr  wie  wahrscheinlich,  daß  das  befruchtende  Princip ¬
  sich  unter  dem  Schatten  der  Futterkräuter  besser
erhalte,  als  wenn  der  Boden  der  Verdörrung  unter
der  Sonnenhitze  ausgesetzet  ist;  denn  der  Wasserstoff,
dessen  Erhaltung  bey  dürren  Jahren  von  unendlicher
Wichtigkeit  ist,  geht  dann  nicht  so  leicht  verlohren,
und  dringt  eher  in  die  Erde  ein.  Da  der  Boden  auf
die  beschriebene  Art  in  dem  nämlichen,  ja  gar  in
einem  vorzüglicherm  Zustande,  wie  bey  der  Brache
erhalten  wird,  so  würde  man  schon  bey  einer  blos  im
dritten  Jahre  folgenden  Bestellung  auf  diese  Art  die
nämliche  Befruchtung  des  Ackers  aus  der  Atmosphäre
wie  vorhin  erhalten;  da  aber  bey  der  Wirthschaft,
wovon  hier  die  Rede  ist,  keine  zwey  KörnerfruchtArten ¬
  auf  einander  gefolget  sind,  mithin  die  Rinde
der  Erde  nicht  so  hart  geworden  ist,  so  ist  auch  die
Einwirkung  der  Luft  in  der  Mittelzeit  immer  größer
gewesen,  also  ihr  Gewinn  verhältnißmäßig  größer,
wie  bey  der  Brache,  und  wenn  auch  nicht  jedesmal
behackte  Früchte  zwischen  die  Körnerfrüchte  kommen,
            
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