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wird die Zange bey be im Feuer erhitzt, dann werden die zu löthenden, ¬
mit Leinwand belegten Stücke (um sie nicht unmittelbar ¬
mit dem Eisen in Berührung zu bringen), schon gehörig
aufeinander gepaßt, zwischen b und c eingelegt. Um den nöthigen ¬
Druck zu bewirken, spannt man den Vordertheil der Zange ¬
in einen Schraubstock, oder noch besser, man bedient sich
einer eigenen Zwinge d, durch deren Schraube e, das Zusammendrücken ¬
sehr langsam und bequem bewirkt werden kann.
übrigens gehört eine große übung dazu, den gehörigen Grad
der Hitze zu treffen, denn ein zu geringer ist unwirksam, ein
zu großer verbrennt die Masse, macht sie spröde, und bewirkt
das Aufspringen der gelötheten Stelle.
Die zwey englischen Schuhmacher= oder Riemerzangen,
Tafel I, Fig. 15 und 16, sind vortrefflich zu gebrauchen, um
in Lederwerk aller Art, sehr genaue runde Löcher schnell zu
erhalten. Die eine, Fig. 16, hat einen gehärteten, stählernen
Stämpel b, der genau auf ein, im Untertheile der Zange befindliches ¬
Loch a paßt. Legt man auf dieses ein Stück Leder,
und drückt die Zange mit Gewalt zu, so preßt der untere scharfe ¬
Rand von b ein Scheibchen heraus, welches bey a durchfällt, ¬
und das verlangte Loch zur Folge hat. Noch besser aber
wirkt die zweyte Zange, Fig. 15. Der Oberstämpel ist hier
in einen hohlen stählernen Kegel b, der sowohl bey e, als
unten offen ist, verwandelt. Letztere Offnung bildet eine kreisförmige ¬
sehr scharfe Schneide; das Untertheil aber ist mit einem ¬
Stückchen Ochsenbein a belegt, wovon der Grund sogleich
einleuchten wird. Das auf a gelegte Leder wird beym Zudrücken ¬
der Zange ebenfalls durchgeschnitten, und die untere Kante
von b steht dann auf a auf, wovon sie nicht leicht abgestumpft
werden kann. Das ausgeschnittene Lederscheibchen bleibt zwain ¬
der Röhre b stecken, wenn aber die Operation wiederhohlt
wird, so kommen diese Scheibchen endlich von selbst oben bey
e heraus. Die Arbeit geht sehr schnell, sowohl weil man diese
Lederstückchen nicht erst besonders aus der Röhre zu nehmen
braucht, als auch weil nach jedem Drucke die Federc die Zange ¬
wieder von selbst öffnet. Beyläufig bemerke ich, daß die