Full text : Proff, Karl: Neue Beytraege zur Befoerderung und Verbesserung der Land- und Forst-Kultur

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warum  der  Boden,  welcher  immer  mit  Früchten  besäet, =
  und  dessen  Oberfläche  dadurch  so  hart  wird,  daß
die  Luft  darauf  nicht  einwirken  kann,  sehr  viel  an
seiner  Fruchtbarkelt  verlieren  muß,  der  Kohlenstoff
als  das  vorzüglichste  befruchtende  Princip,  wird  zu
sehr  ausgesogen,  und  da  durch  die  harte  Horke  kein
neuer  eindringen  kann,  der  Boden  erschöpft.
Es  hat  freylich  seine  Richtigkeit,  daß  der  Dünger
auch  Kohlenstoff  enthalte,  mithin  dem  Boden  das
nämliche  befruchtende  Princip  dadurch  zugeführt  werde; =
  allein  in  welch  unendlicher  Menge  müste  derselbe
beygeschaffet  werden,  wenn  solcher  die  kohlenfaure
Luft,  welche  sich  täglich  und  stündlich  in  den  dazu
empfänglichen  Boden  absetzen  kann,  ganz  ersetzen
sollte;  der  meiste  animalische  Dünger,  welcher  in  den
hiesigen  Gegenden  dem  Lande  zugeführt  wird,  ist  auch
nicht  in  dem  Stande  der  Gährung,  daß  er  sich  sobald
auflösen,  und  mit  der  Erde  amalgamiren  könnte,
woher  die  Wirkung  desselben  nicht  so  schnell  seyn  kann
als  jene  der  kohlensauren  Luft.  Doch  wäre  es  möglich =
  den  Dünger  in  solcher  Menge  herbeyzuschaffen
daß  man  die  Beymischung  der  kohlensauren  Luft  aus
der  Atmosphäre  entbehren  könnte,  so  würde  doch  dadurch =
  der  Vortheil  der  Brache  nicht  ganz  erzwungen,
weil  der  Boden  ohne  alle  Sommerbearbeitung  eine
immer  zu  feste  Rinde  gewinnt,  als  daß  das  Wachsthum =
  der  Pflanzen  ungehindert  von  Statten  gehen
            
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