Full text : Proff, Karl: Neue Beytraege zur Befoerderung und Verbesserung der Land- und Forst-Kultur

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Wirthschaften  verwerfen  wollte,  denn  bey  jeder  muß
der  Viehstand  mit  der  Quantität  des  für  den  Acker
erforderlichen  Düngers  in  Verhältniß  stehen,  muß
also  auch  die  Erzeugung  der  Nahrung  für  das  Vieh
darauf  angemessen  seyn.  Jch  will  annehmen,  es  habe =
  bey  der  Dreyfelder=Wirthschaft  Jemand  wenig
oder  gar  keine  Wiesen  gehabt,  und  sein  Vieh  im
Sommer  mit  kümmerlicher  Weide  im  Walde  und  auf
den  Stoppelfeldern,  im  Winter  mit  dem  Stroh  der
gewonnenen  Körner  genähret,  hier  würde  die  Umschaffung ¬
  der  Rottungsäcker  zu  Wiesen,  um  die  Er
zeugniß  davon  theils  im  Stalle  grün,  theils  als  Heu
zu  verbrauchen,  sich  ganz  mit  seinem  alten  System
verpaaren.
Ein  Anderer  soll  zwey  Fünftheile  Wiesen  und  drey
Fünftheile  Ackerländerey  haben,  und  letztere  dreyflürig
bauen;  sein  Viehstand  soll  nicht  hinlänglich  seyn  um
seine  Felder  nach  Wunsch  zu  durchdüngen,  wenn  er
den  Aufwachs  der  Wiesen  theils  grün  verfüttert,
theils  zu  Heu  macht,  wozu  er  doch  gezwungen  ist,
denn  macht  er  seinen  Graswuchs  alle  zu  Heu,  so  hat
er  kein  Sommerfutter;  verfüttert  er  es  alle  grün,  so
hat  er  nicht  hinlängliches,  nicht  gutes  Winterfutter;
wenn  also  der  Rottungsunternehmer  hier  den  Rottungsdistrikt ¬
  zum  Rübenacker  nimmt  und  das  Gras
grün  verfüttert,  so  ist  sein  Gleichgewicht  hergestellt,
und  wenn  er  in  dem  Falle,  daß  seine  Wiesen  die  Auf=
            
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