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§. 6.
Ausräumung des 5ten und 4ten Grundes
als unwesentlicher Folgen der Brache.
So einstimmig ich auch mit den Gegnern der
Brache bin: daß die Feldhut auf den Aeckern äufferst
unzweckmäßig, und beynahe von keinem Vortheil für
den Viehstand sey, so kann ich doch diesen als den
4ten der angezogenen Gründe nicht in Betrachtung ¬
ziehen, wenn von dem Nutzen oder der Schädlichkeit ¬
der Brache die Rede ist; denn es läßt sich
allerdings eine Brache ohne Feldhut denken; die
Nachtheile dieser letzten gehören daher auch nicht in
die Untersuchung über dieselbe, sondern in jene über
die Schädlichkeit der Viehhuten überhaupt, oder die
Vorzüge der Stallfütterung. Um richtig zu urtheilen, ¬
müssen alle unwesentlichen nicht nothwendig mit
dem System verbundenen Folgen davon getrennt
werden.
Von dieser Art ist auch der dritte Grund, jener
nämlich: daß die Wurzeln des Unkrauts sich durch
die Brache verbreiteten; daß das Unkraut sich besaamte, ¬
fortpflanzte, und wohl gar die besten Nahrungssäfte ¬
aus der Erde ziehe; denn sollte es geschehen, ¬
daß ein Brach=Acker voll Unkraut stände, so
liegt der Fehler gewiß an der Bestellung. Die Brachfelder ¬
eines guten Ackermannes, der dieselben, wie