Volltext : Proff, Karl: Neue Beytraege zur Befoerderung und Verbesserung der Land- und Forst-Kultur

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Schritte  einen  Arbeiter  zu  stellen,  dann  werden  zweyhundert =
  fünfzig  Schritte  (wenn  es  nach  der  Größe
der  Blöße  angeht)  Linienweise  herunter  abgeschritten,
so  macht  die  Fläche  einen  Acker  aus,  und  jeder  Arbeiter =
  hat  im  verraseten  Boden  an  einer  Linie  von
zweyhundert  fünfzig  Schritten  sein  Tagewerk.  Man
wird  sehr  wohl  thun,  wenn  man  bey  Anlegung  der
Rinnen  folgende  Regeln  beobachtet:
a)  Sie  müssen  nach  der  Lage  des  anzusäenden
Grundstückes  und  der  Himmelsgegend  so  eingerichtet
werden,  daß  der  rauhe  stürmende  Wind,  welcher  im
Winter  den  Schnee  bringt,  dieselbe  nicht  der  Länge
nach  bestreiche,  den  Schnee  darüber  fortrolle,  und
auf  Haufen  treibe,  sondern  daß  derselbe  zur  ordentlichen =
  Bedeckung  der  jungen  Pflänzchen  in  Masse
bey  denselben  bleibe.
b)  Wo  man  die  Sonne  vorzüglich  fürchtet,  legt
man  in  ebenen  Gegenden  die  Rinnen  von  Morgen
nach  Abend  zu  an,  und  wirft  die  aus  denselben  gehauene, =
  aus  Kraut  und  Wurzeln  bestehende  Schale,
an  die  Mittagssonne;  dieser  Aufwurf,  der  sechs  bis
acht  Zoll  Höhe  austrägt,  schützt  hinlänglich  vor  dem
Sonnenbrande.
c)  Hat  man  Wasser  zu  befürchten,  welches  von
einer  Seite  zuströmt,  so  muß  man  Abzugsgräbchen
machen,  und  sich  überhaupt  in  diesem  Falle  nach  der
nachfolgenden  Regel  richten.
            
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