Full text : Proff, Karl: Neue Beytraege zur Befoerderung und Verbesserung der Land- und Forst-Kultur

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Vater  soll  die  Pachtung  auf  den  Sohn  kommen,  damit =
  die  Familie  eine  Vorliebe  für  diese  Güter  gewinne. =
  Das,  was  den  richtig  berechneten  Vortheil
der  einzelnen  Staatsbürger  ausmacht,  macht  als  eine
nothwendige  Folge  auch  den  Vortheil  des  Staatsverbandes =
  selbst  aus.)
Die  Zuneigung  des  Menschen  erstreckt  sich  nur  über
jene  Gegenstände,  die  er  als  sein  Eigenthum  betrachtet; =
  daher  kann  die  Kultur  unmöglich  in  einem  Lande =
  blühen,  wo  das  Volk  blos  aus  Leibeignen,  oder
Pächtern  besteht.  Es  giebt  beynahe  keinen  Staat
mehr,  wo  man  blind  genug  war,  das  erste  zu  verkennen, =
  und  diese  Barbaren=Sitte  nicht  abzuschaffen; =
  allein  noch  hat  man  nicht  überall  Augen  für  die
Jnkonvenienz  großer  Eigenthümer,  welche  dem  größten =
  Theil  der  Landbewohner  keine  andere  Wahl  übrig
laßen,  als  jene,  ihre  Pächter  zu  seyn.  **)
Es  ist  ein  anerkannter  Grundsatz:  daß  so  wie  der
reine  Ertrag  des  Vorschusses  über  die  Ausgabe  ist,
so  auch  der  reine  Ertrag  der  Menschenhände  ist,  die
ihn  veranlassen  —  und  daß  so  wie  der  reine  Ertrag
der  liegenden  Gründe  ist,  eben  so  auch  der  reine  Er*) =
  Oekonomisch=politische  Ansichten  des  Ackerbaues,  vom
Freyherrn  von  Haller,  im  Dietionnaire  universel  Article ¬
  agriculture-  S.  665.  u.  f.
**)  Ebenderselbe  a.  g.  o.  S.  56.
            
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