Full text : Proff, Karl: Neue Beytraege zur Befoerderung und Verbesserung der Land- und Forst-Kultur

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geärndtete  Körnersaaten  von  einem  Acker  zu  nehmen.  —
Ferner  da  eben  die  genannten  Oekonomen  auf  demjenigen =
  Theile  ihrer  Aecker,  auf  dem  sie  Sommerfrucht,
Gemüsearten  und  Klee  gebauet,  wirklich  ohne  es  zu
wissen,  oder  doch  ohne  ihrer  Kulturart  den  Namen
zu  geben,  Wechselwirthschaft  geführet  haben,  so  müssen =
  sie  auch  gestehen:  daß  dieselbe  im  Ganzen  ausführbar =
  ist.  Der  Hauptanstand  bleibt  also  bey  der
etwaigen  Nothwendigkeit  der  Brache  und  der  Frage
stehen,  wo  der  sämtliche  Dünger,  der  zu  einem  solchen =
  Verfahren  nöthig  ist,  hergenommen  werden  solle?
Ich  habe  in  der  ersten  Abhandlung  bewiesen:  daß
man  der  Brache  entbehren,  oder  richtiger  gesagt,  dieselbe ¬
  durch  den  Fruchtwechsel  und  das  Behacken  der
Aecker  ersetzen  könne;  ich  habe  daselbst  schon  ferner
dargethan:  daß  diese  Wirthschaft  dadurch,  daß  sie  mit
Futtergewächsen  und  Körnerfrüchten  abwechselt,  Nahrung ¬
  für  das  Vieh,  mithin  auch  die  Gelegenheit  zur
Erzeugung  des  Düngers  an  die  Hand  gebe;  ich  will
mich  also  der  Kürze  halber  darauf  beziehen.
Bey  der  Einrichtung  der  Ackerschläge  muß  sich
jeder  Landwirth  vorab  fragen:  wie  viel  Dünger  er
zur  gehörigen  Durchdüngung  seines  Ackers,  um  denselben =
  beständig  besäet  zu  haben,  bedürfe;  hat  er  sich
diese  Frage  beantwortet,  dann  bestimmt  die  Berechnung, ¬
  mit  welcher  Viehanzahl  er  diesen  bedürfenden
Dünger  erzeugen  kann,  den  Viehstand,  und  für  die=
            
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