Metadata : Deutsche Rechtsalterthümer (2)

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verbrechen.  strafe.  an  ehre.
/welle  graben  u.  sult  in  dar  durch  üz  ziehen,  daz  eht  niemer
getouftiu  hant  an  in  kume  u.  bindet  in  eime  rosse  an  den  zagel
u.  füeret  in  üz  an  daz  gewicke,  dar  die  erhangen  u.  die  erflagen
ligent,  gegen  dem  galgen  u.  gegen  des  galgen  gesinde,  des  ist
er  dannoch  küme  wert.  Berth.  291;  [der  nothzüchtiger:  ist  der
fridebrecher  da,  man  fol  ir  zu  hant  richten  mit  deme  swerte,
daz  houpt  heruzwert,  unde  den  corper  under  der  swellen  uzzien.
Ortloff  dift.  p.  202.  Hauptlächlich  wurde  an  dem  leichnam  der
selbstmörder  diese  strafe  vollzogen:  de  ok  sek  sulven  dodet,  dene
Ichal  men  to  der  rechten  doren  nicht  utbringen,  mer  under  deme
fülle  Ichall  me  one  utbringen,  eder  ut  dem  venstere  unde  one
uppe  dem  velde  bernen.  leg.  gollar.  b.  Leibn.  p.  501.  Henget
lich  einer  lülvelt  binnen  timmers,  men  houwet  en  los  en  greft
en  under  dem  fülle  edder  under  der  wand  ut,  let  gerichte  over
en  litten,  bind  dat  tow  an  einem  sehlen  mit  einem  fwengel  und
let  en  mit  einem  perde  hinschlepen  up  den  nechsten  kreuzweg,
dar  lik  twe  edder  tre  feldmarken  scheiden,  men  legt  em  dar
dat  hovet,  dar  de  christlichen  doden  de  vote  hebben,  dat  strik,
dar  he  lik  an  gehenget,  let  men  em  overm  halle  u.  is  dat  nicht
lang  genog,  fo  leget  man  dat  binnen  der  erden,  allo  dat  ein
ende  dre  scho  lang  baven  der  erde  kan  liggen  bliven,  hat  er
lich  erstochen,  so  geschieht  ebenso,  nur  daß  man  ihm  einen
baum  oder  ein  holz  zu  haupten  letzt  und  das  melser  ins  holz
schlägt;  hat  er  sich  ersäuft,  so  gräbt  man  ihn  fünf  schuh  vom
waßer  in  den  fand;  wars  ein  brunnen,  man  gräbt  ihn  außerhalb
hofes  auf  einen  berg  oder  an  einen  weg  und  letzt  ihm  drei
steine,  den  einen  aufs  haupt,  den  andern  auf  den  leib,  den
dritten  auf  die  füße.  Rugian.  247.  De  frunde  scholen  den
doden  licham  (der  selbstmörderin)  up  eine  egede  edder  flope
leggen  unde  in  dat  velt  bi  einem  schede  edder  cruce  wege  varen
unde  dar  begraven,  unde  de  egede  schal  up  dat  graff  boliggen
bliven  unde  mit  erde  beschoten  werden,  doch  scholen  dre  tinde
mit  der  erden  unbedecket  bliven,  alse  dat  men  de  Itedes  seen
kann.  Dittmer  Safsenr.  p.  130  (a.  1547),  ähnlich  p.  157  (a.
Wo  einer,  de  nicht  pienlik  beklaget  were,  ut  mismode
1580).)
fik  sulven  umme  brochte,  de  dode  liechnam  schall  dorch  den
bödel  efte  racker  under  den  füllen  ut  dem  hule  gebracht  u.  int
feld  begraven  werden.  Ditmarf.  landr.  art.  131.  Wann  einer
            
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