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Zweite Abth. Zweiter Abschnitt.
Die Wasser zu Warmbrunn in Schlesien 1).
Der Biliner Sauerbrunnen in Böhmen. Er entspringt ¬
aus vier Quellen, deren Wasser mit Kohlensäure
sehr angeschwängert ist, welche sich in Gestalt einer
Dunstwolke über ihnen entwickelt. Es setzt am Abflusse
einen weißen Kalksinter ab, welcher sich in schönen rhomboidatischen, ¬
undurchsichtigen Kristallen zeigt 2).
Das Selterwasser im Trierschen 3).
Eisenwasser, Stahlwasser.
Wasser, welche kleine abgerissene Theile in Metallgestalt
bei sich führen, gehören nicht hieher: sondern nur allein solche, ¬
die Metalle aufgelöset enthalten. Metalle werden aber
nur dann im Wasser aufgelöset, wenn sie in oxidirter Gestalt ¬
vorkommen. Vorzüglich gilt das vom Eisen. Die Kohlensäure ¬
ist nun in den Mineralwassern das Haupt=Auflösungsmittel ¬
dieses Metalls, und daher enthalten fast alle
Quellen, welche man Sauerbrunnen nennt, etwas davon.
Die eisenhaltigen Sauerwasser sind, unter allen am gemeinsten, ¬
da man fast allenthalben in der Erde Eisen antrifft.
Sie fehlen fast nie in sumpfigen Gegenden, und in der Nachbarschaft ¬
der Schwefelkiese, welche mit Schwefel vererztes
Eisen sind. Diese Quellen, welche aber neben dem Eisen
noch andere Bestandtheile enthalten, sind äußerlich an dem
Eisenocher, welchen sie absetzen, und an ihrer fettig scheinenden ¬
regenbogenfarbigen Haut kennbar, welche nichts anders, ¬
als ein vor seiner Auflösung geschiedenes Eisen ist.
Wenn die Kohlensäure anfängt, aus dem Wasser zu entweichen, ¬
so kann das Eisen nicht ganz in seiner Auflösung blei1) ¬
Mogalla Briefe über die Bäder zu Warmbrunn. Berlin 1796.
2) Reuß Naturgeschichte des Biliner Sauerbrunnens. Prag 1788.
3) Journal von und für Deutschland. 1784. 9 St. S. 156,