Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

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Zweite  Abth.  Zweiter  Abschnitt.
merkliche  Verschiedenheit,  welche  Abweichung  von  einander ¬
  sich  nach  den  Graden  der  Wärme  richtet,  die  eine
Quelle  vor  der  andern  zum  voraus  hat.  Es  steht  nehmlich ¬
  die  Menge  der  Kohlensäure  mit  den  Wärmengrade
in  einem  umgekehrten  Verhältnisse.
Kohlengesäuertes  Natrum,  Glaubersalz  und  Kochsalz,
ferner  kohlengesäuerte  Kalkerde,  Kieselerde,  etwas  Eisenerde, ¬
  und  endlich  eine  Menge  von  dem  Wasser  absorbirtes ¬
  Gas,  nebst  freier  Wärme,  sind  überhaupt  die  Bestandtheile ¬
  dieses  Mineralwassers.
Schwefelkiese,  Steinkohlen,  Kalksteine  und  Salzsoolen =
  sind  die  rohen  Materialien,  deren  sich  die  Natur  zur
Ausarbeitung  dieses  Mineralwassers  bedient.  Wie  ungeheuer ¬
  der  Vorrath  derselben  seyn  müsse,  davon  wird
man  sich  einen  Begriff  machen  können,  wenn  man  die
Wassermenge  und  deren  Gehalt,  die  der  Sprudel  in
einem  Jahre  liefert,  in  Anschlag  bringt.  Nach  Bechers ¬
  Berechnung  dringen  aus  den  fünf  Sprudelöfnungen ¬
  in  einer  Stunde  705  Eimer  Wasser  hervor,  welches ¬
  täglich  16920,  also  in  einem  Jahre  6175800  Eimer
beträgt.  Nimmt  man  den  Eimer  zu  einem  halben  Kubikfuß ¬
  an,  so  macht  solches  3087900  Kubikfuß  Wasser.
Diese  enthalten  nun:
Pfund  Civil=Gew.
kristallisirbares  Natrum.
746884
Glaubersalz
1132932
238209
Kochsalz
86020
Kalkerde
17369
Kieselerde
1240
Eisenerde
Kohlensaures
Gaß  99539  Kubikfuß.  Da  nun  auch  die
Wassermenge  des  Neubrunnens,  des  Mühlbachs  und  der
übrigen  aus  den  Rissen  des  klüftigen  Felsens  sich  ergießenden ¬
  Wasseradern  zusammen,  derjenigen,  welche  der
Sprudel  allein  liefert,  gleich  geschätzt  werden  katn;  so
            
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