Das östliche Weltmeer.
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meere bei weitem. Es erstreckt sich in einer Ausdehnung
von hundert und dreißig Graden, oder beinahe zweitausent
Seemeilen, von der östlichen Küste Asiens bis zur westlichen
von Amerika, nemlich vom 130 bis zum 260 Grade, als so
viel die Entfernung beider Welttheile von einander da ausmacht, ¬
wo sie am grösten ist. Cdok irrte in den hohen
Breiten desselben vier Monate und zwei Tage herum, und
legte dreitausend Seemeilen zurück, ehe er Land erblickte.
Dieses ungeheure Gewässer wird für die heutige Erd.
kunde sehr unschicklich, wiewohl fast allgemein, das stille
friedfertige Meer (mare pacificum) genannt, indem
die neuesten Weltumsegler es um einen Theil des Ruhms
gebracht haben, welchen es wegen seines ruhigen Verhaltens,
aus Unkunde, seit Magellans Reise behauptet hatte. Dieses ¬
Meer ist nur zu gewissen Zeiten und an manchen Orten
stille, besonders in demjenigen Theile, welcher zwischen den
Wendekreisen liegt, weil daselbst das ganze Jahr hindurch
östliche Passatwinde wehen, und Stürme selten siud. Des
Pages segelte im zehenten Grade N. Br. vierzehen Tage
lang, ohne einen Tau und die Stellung der Segel verändern ¬
zu dürfen. Außerhalb der Wendekreise, auf beiden
Seiten, sind die Winde veränderlich, und das Meer ist stürmisch, ¬
hauptsächlich in seinem nördlichen Theile, wo es den
fürchterlichsten Orkanen ausgesetzt ist *).
Der Aequator theilt dieses Meer in zwei fast gleiche
Theile, in das nördliche und südliche. Was von dem Krebszirkel ¬
gegen Norden liegt, hat bisher noch keinen Namen
erhalten: was aber gegen Süden vom Zeichen des Steinbocks ¬
liegt, heißt eigentlich das große Südmeer.
Das östliche Weltmeer hängt in Norden durch die Behringsstraße ¬
mit dem nördlichen Eismeere zusammen: in Süden ¬
aber gegen den Antarktischen Zirkel mit dem südlichen
*) Hawkesworth Gesch. 1 Th. G. 447.