Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

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Fünfte  Abth.  Vierter  Abschnitt.
vorliegenden  Bänken-  Dies  rührt  unstreitig  von
den  heftigen  Nordwestwinden  her,  welche  sdie  einzigen ¬
  beständigen  starken  Winde  auf  diesem  Meere
sind.  Sie  erzeugen  schnelle  Stürme,  welche  an
die  Ostküste  stoßen,  und  den  Sand,  welcher  aus
Arabien  hinein  geweht  wird,  daselbst  anhäufen.
Kircher  1)  behauptet,  daß  dieser  Meerbusen
mit  dem  mittelländischen  Meere  eine  unterirdische
Gemeinschaft  habe,  und  führt  zur  Bestätigung  an,
daß  man  im  Jahre  1342  in  dem  Meerbusen  einen
Delphin  gefangen,  und  ihn  mit  einer  an  ihn  befestigten ¬
  Kupfertafel  =)  wieder  in  Freiheit  gesetzt,  da
er  denn  noch  in  demselben  Jahre,  bei  Damiate
wieder  gefangen  worden.  Wenn  die  Sache  sich
wirklich  so  verhält,  so  scheint  es  kaum  möglich,  daß
dieses  Thier  in  so  kurzer  Zeit  den  Weg  um  ganz
Afrika  hätte  zurück  legen  können.
D'Anville  hat  in  den  Mémoires  sur  l'Egypte
von  diesem  Meere  eine  Charte  geliefert,  und  eine
genauere  besitzen  wir  von  Niebuhr.
)  Der  Persische  Meerbusen.  Nachdem  das  Meer
bereits  einen  tiefen  Busen  mit  einer  weiten  Mündung ¬
  gebildet  hat,  verengt  es  sich  auf  einmal  in
eine  Straße,  welche  von  der  an  ihr  liegenden  Stadt
Ormus  den  Namen  führt.  Diese  Straße  ist  nun
der  Eingang  zu  dem  Persischen  Meerbusen,  welcher
sich  nordwestlich  ins  Land  hinein  zieht.  Er  grenzt
nach  Süden  und  Westen  an  Arabien,  gegen  Osten
und  Nordosten  an  Persien,  und  erstreckt  sich  in
der  Länge  von  dem  Arabischen  Vorgebirge  Mussun*) ¬
  Mund.  Subterr.  T.  1.  p.  86.  167.
2)  Mit  der  Inschrift:  Abdalta,  Bassakvon  Suez,  schenkte  mir  das  Leben ¬
  mit  diesem  Zierrathe  im  Jahre  720  der  Hegira.
            
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