Full text : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

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Das  südliche  Weltmeer.
men  haben  sollte.  Der  Ocean  geht  zwischen  Arabien ¬
  und  der  Insel  Socotova  in  einer  südwestlichen
Richtung  in  das  feste  Land,  und  bildet  die  Straße
Babelmandeb.  Hier  verenget  sich  das  Gewässer,
und  erweitert  sich  hernach  in  dem  Arabischen  Meerbusen, ¬
  welcher  sich  zwischen  Arabien  einer,  und  Abyssinien, ¬
  Nubien  und  Egypten  auf  der  andern  nordwestlich =
  zieht.  Die  bekannte  Erdenge  von  Suez  scheidet  ihn
von  dem  mittelländischen  Meere,  und  macht  gleichsam ¬
  einen  Damm  gegen  die  Gewässer  des  erstern
welcher  die  Vereinigung  beider  hindert.  Es  sind
Gründe  vorhanden,  welche  vermuthen  lassen,  daß
der  Arabische  Meerbusen  wirklich  höher  stehe,  als
das  mittelländische  Meer,  und  daß  ein  Anwachs  des
letztern  erfolgen  müsse,  wenn  diese  Erdenge  zerstört
werden  sollte:  allein  auch  angenommen,  daß  der
Stand  des  Wassers  in  beiden  Merren  gleich  hoch
wäre,  so  würde  doch  die  Fluth,  welche  den  Arabischen ¬
  Meerbusen  viele  Fuß  hebt,  eine  große  Menge
davon  ins  mittelländische  Meer  treiben.
Die  Fläche  dieses  Meerbusens  beträgt  an  3400
Quadratmeilen.  Sein  oberer  Theil  heißt  Bahr
(Meer)  Kolsum,  von  einer  Stadt  dieses  Namens
welche  in  Egypten  am  Gestade  dieses  Meeres  lag,
und  endigt  sich  oben  in  zwei  kleine  spitz  zulaufende
Golfe.  Der  eine  längere,  Bahr  Assuer  oder  Sinus
heropolitanus,  zieht  sich  nordwestlich  zwischen  Arabien ¬
  und  Egypten  bis  zur  Stadt  Suez;  der  ander
Bahr  el  Alcoba,  oder  Sinus  aelanites  dringt  in
das  steinige  Arabien  ein.  Bruce)  merkt  an
daß  in  diesem  Meere  alle  Häfen  auf  der  Westseite
tief,  auf  der  Ostseite  hingegen  versandet  seyen,  mit
*)  Reisen  1  B.  S.  375.
            
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