Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

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Fünfte  Abth.  Vierter  Abschnitt.
gehemmt,  und  genöthigt,  sich  über  ihre  Ufer  zu  ergießen,  da
sie  denn  das  eroberte  Holz  in  das  Meer  führen  1).  Aus
allem  diesen  wird  begreiflicher,  wo  das  viele  Holz  herkommt,
welches  man  in  den  nördlichen  Gewässern  antrifft,  als  wenn
man  es  aus  den  kärglichen  Holzungen  von  Grönland,  Jsland =
  und  Norwegen  herführt  2)
In  dem  nördlichen  Eismeere  bemerken  wir  vornemlich:
An  der  nördlichen  Küste  Europens  und  Asiens:
Das  weiße  Meer.  Ein  ansehnliches  Gewässer,  welches ¬
  von  dem  Russischen  Lappland,  bis  auf  einen  geräumigen ¬
  Kanal,  eingeschlossen  wird,  wodurch  es  mit
dem  Oceane  in  Gemeinschaft  steht.,  Es  verschlingt  dreizehn =
  ansehnliche  Flüsse,  die  das  ohnehin  nicht  sehr  salzige ¬
  Wasser  desselben  noch  mehr  versüßen.  Die  südliche
icht  ist  gleichsam  mit  Juseln  besäet.  Nach  Büffon
soll  dieses  Meer  mit  der  Ostsee  in  Verbindung  stehen,
nemlich  vermittelst  des  Sees  Ladoga,  welcher  mit  dem
Finnländischen  Meerbusen  durch  einen  breiten  Strom
vereinigt  ist,  und  vermittelst  des  Flusses  Swir,  der  den
See  Ladoga  mit  dem  See  Onega  verbindet,  aus  welchem ¬
  der  Fluß  Onega  in  das  weiße  Meer  ströme.
Hr.  Müllers)  widerspricht  aber  dieser  Behauptung,  und
bekehrt  uns,  daß  der  Fluß  Onega  nicht  aus  dem  See
dieses  Namens,  sondern  aus  dem  See  Latscha  bei  Kargopsl ¬
  entspringe.  Ungeachtet  die  Gewässer  des  weißen
Meeres  und  des  Sees  Onega  sich  einander  sehr  nähern,
so  ist  doch  noch  keine  künstliche  Wasser=Communication
zwischen  beiden  eröffnet  worden.
)  Schriten  der  Droneheinschen  Gesellchaft.  3  Band  E.  15  ble  28.
Olafsen  1  Band  S.  271.
2)  Forster's  Geschichte  re.  S.  465.  f.
Büffons  alle.  N.  G.  2  Th.  G.  192.  f.  und  die  Anmerkung  darunter.
            
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