Fünfte Abth. Dritter Abschnitt.
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sich nicht voraus sagen, was für eine Beschädigung die
Wassersäule uns zugefügt haben würde, wenn sie gerade
über uns weg gegangen wäre. Ich fürchte, sie hätte die
Masten wegnehmen können, doch würde sie schwerlich das
ganze Schiff zu Grunde gerichtet haben."
Wir schließen mit einer Beschreibung, welche uns Forster ¬
*) von dieser Erscheinung mitgetheilet hat.
„Am 17. Mai 1773, zwischen drei und vier Uhr Nachmittags, ¬
befanden wir uns in Cooks Meerenge, zwischen den
beiden Inseln von Neuseeland, dem Cap Stephans gerade
gegen über. Der Wind legte sich allmählig, und an dessen
Statt trat eine beinahe gänzliche Stille; den Tag zuvor hatt
es stark geregnet, und die Nacht hindurch der Wind heftig
getobt. Am Morgen war, bei frischem Winde heiteres gelindes ¬
Wetter, und das Thermometer stand auf 56½ Grad.
Um ein Viertel nach vier Uhr erblickte man einige dicke
Wolken, in Südwesten, und auf dem südlichsten Theile des
Vorgebirges schien es zu regnen. Unmittelbar darauf entstand ¬
auf der Oberfläche des Meeres ein weislicher Fleck,
auf welchem eine Säule emporstieg, die sich mit einer andern, ¬
welche gleich danach aus den Wolken hervor kam,
vereinigte. Drei andere Säulen dieser Art, davon die nächste
ungefähr drei Engl. Meilen (60 auf einen Grad) vom
Schiffe entfernt seyn mogte, entstanden bald nachher. Zu
unterst an der Oberfläche der See hatte jene nächste Säule
ihre gröste Breite, welche uns in der Entfernung siebenzig
bis achtzig Klafter zu betragen schien. In dem Kreise, wovon ¬
dies der Durchmesser war, bemerkten wir das Meer in
heftiger Bewegung, und es stiegen Dünste, wie ein Staubregen ¬
in die Höhe, welche von der Sonne beschienen, glänzend ¬
und goldfarbig gegen die Wolke abstächen, sonst aber
*) Bemerkungen. G. 95. f. Reise um die Welt während der Jahre 177.
bis 1775 in dem Schiffe the Resolution. 1 B. 1775. 4. S. 140. fl.