Fünfte Abth. Dritter Abschnitt.
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von Schonen streicht. Zum größern Theile dringt er durch
die Belte, und steigt so in die Ostsee mit einem streitigen
Gange gegen die auslaufenden Ströme, so weit es seine
Stärke mit sich bringt *).
Mit vorzüglicher Sorgfalt hat man die Strömungen
der Ostsee beobachtet. Sie sind außerordentlich stark, die
Wirkung einer unermeßlichen Menge Gewässers von Regen
und Schnee, welches sich ganz oben in Norden, von den
Lappländischen Felsen, und von allen Anhöhen um die Küste
herum, durch unzählige kleine Bäche, zu vielen und großen
Flüssen sammelt, und sich aus denselben ins Meer stürzt.
Dieser außerordentliche Zulauf vom Wasser in dem beschränkten ¬
Raume der Ostsee erzeugt Ströme), indem das Wasser
der Gegend zufließt, wo es in die Nordsee abläuft. Diese
bleiben nun ununterbrochen, so lange jene Zuflüsse nicht aufhören, ¬
oder der Ablauf gehemmt wird. Sie sind jedoch unter ¬
sich mancherlei Veränderungen ausgesetzt, sowohl in Absicht ¬
auf die Richtung als Geschwindigkeit. In schmäleren
Betten fließen sie schneller, und richten sich in ihrem Zuge
nach den Streckungen und Buchten des Sundes: auf weitläuftigen ¬
Fahrten breiten sie sich gemächlicher aus. Wo es
mehrere Strömungen giebt, laufen sie durch einander unter
Modifikationen, welche ihre Lage veranlaßt; begegnen sie
Vorgebirgen, so beugen sie sich mit verstärktem Zuge um selbige ¬
herum; treffen sie abgesonderte Hindernisse auf ihrem
Wege, so umringen sie solche, und vereinigen sich demnächst
unten wieder mit vermehrter Geschwindigkeit; stoßen sie auf
andere Ströme, so ziehen sie sich seitwärts in einem Mittelwege, =
welchen die Kräfte beider bestimmen. Aus diesen
und anderen Ursachen leiten sich nun die vielfältigen und ungleichen ¬
Strömungen in den Schären her, welche die Schif
fahrt so gefährtich machen.
Nordenan kar¬